Das wars an dieser Stelle. Die Bundesliga wird wie gewohnt um 18:30 Uhr fortgesetzt, heute mit dem Topspiel zwischen Bayer Leverkusen und RB Leipzig. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin!
Frankfurt, Siebter, trottet mit gesenkten Köpfen zum Rapport vor die Fankurve. Augsburg ist nach dem Sieg in Bremen nur noch drei Punkte entfernt. Freiburg kann morgen auf drei Punkte enteilen. Ob Riera am Freitag gegen Dortmund und am 34. Spieltag gegen Stuttgart noch coachen darf?
Hamburg hat jetzt 34 Punkte und steht für den Moment auf Rang 11. Die Blicke gehen morgen nach St. Pauli und zum SC Freiburg, wo der VfL Wolfsburg auftritt. Unter Umständen kann der Klassenerhalt auf der Couch gefeiert werden, ansonsten bietet sich auch das nächste Heimspiel in einer Woche gegen Freiburg an.
Nach dem desaströsen Bild, das SGE-Coach Riera vor dem Spiel nach außen abgegeben hat, kann Eintracht Frankfurt auch sportlich nicht für positive Schlagzeilen sorgen. Im Gegenteil: Die Adler legen den nächsten fragwürdigen und besorgniserregenden Auftritt hin und verlieren verdient gegen den Hamburger SV, der sich über einen echten Auswärtscoup freut. Auch eine Führung half Frankfurt nicht für neues Zutrauen. Stattdessen steht nach einem blutleeren und emotionslosen Auftritt die nächste Enttäuschung zu buche.
90.+14. | Nach 14 Minuten Nachspielzeit pfeift Aytekin ab. Hamburg gewinnt in Frankfurt!
90.+12. | Wenn man denkt, es kann nicht dicker kommen. Gocholeishvilli will einen Gegenangriff starten und wird vom sichtlich gefrusteten Kristensen nach allen Regeln der Kunst umgerempelt. Das gibt die Ampelkarte nach seiner Einwechslung in der 61. Minute. Passt ins Bild.
90.+11. | Vuskovic muss behandelt werden. 100 Minuten sind um. Keiner weiß, wie lange Aytekin noch weiterlaufen lässt.
90.+10. | Nächster Beweis des Frankfurter Frusts: Bahoya rutscht drei Meter weit über den Rasen und senst dabei den vorstoßenden Vuskovic um. Das gibt Gelb.
90.+8. | Will Hamburg eigentlich eine Kontermannschaft sein? Heute nicht. Königsdörffer vertändelt den nächsten vielversprechenden Gegenstoß. Vier Hamburger gegen drei Frankfurter, Königsdörffers Pass von der rechten Seite nach innen ist aber unbrauchbar.
90.+7. | Achso, übrigens: Torchancen gibt es keine. Hier liegt alles in der Luft, nur kein Ausgleichstreffer. Drei Frankfurter Abschlüsse haben wir im zweiten Durchgang auf dem Zettel stehen. Insgesamt sind es nur sieben.
90.+5. | Soll heißen: Mit den zehn Minuten Nachspielzeit, von denen jetzt die Hälfte um ist, wird es nicht getan sein.
90.+4. | Oh man, das wird alles noch dauern. Omari wieder auf dem Feld, dann aber wieder mit dem Eisbeutel an der Schläfe: Nach seinem Kopfball bekommt er die Rübe von Komenda ab. Das sind schon alles auch echt unglückliche Fälle.
90.+3. | Omaris Fehlen macht sich nicht unmittelbar für Frankfurt bezahlt. Im Nachgang der erneut vergebenen Ecke kommt Ebnoutalib allerdings an der Sechzehnergrenze zum verrückten Fallrückzieher. Den boxt Heuer Fernandes mit beiden Fäusten weg.
90.+2. | Der HSV erntet aber auch eifrig Unmutsbekundungen, weil da kräftig an der Uhr gedreht wird. Omari blockt eine Flanke von links mit den Weichteilen, das tut natürlich weh, so richtig scheint er sich aber nicht sicher zu sein, ob es eine Behandlung sein muss. Wird es dann, dadurch verpasst der Verteidiger die Ecke.
90. | Ecke Frankfurt von rechts, keine Gefahr. Dann die Flanke von Kalimuendo aus dem linken Halbfeld, tickt am langen Pfosten vorbei. Nachspielzeit: zehn Minuten. Das Gefühl bzw. die Prognose: Dann ertönt das Pfeifkonzert im Waldstadion.
88. | Uzun kurz vor dem Nervenzusammenbruch, schmeißt Capaldo in bester Judo-Manier auf den Boden. Und wird dafür ebenso verwarnt.
88. | Capaldo begeht erst das Foul gegen Bahoya und verzögert dann auch noch das Spiel. Das hat natürlich die Gelbe Karte zur Folge.
87. | Wie die Zeit verstrichen ist. Wobei die Nachspielzeit natürlich lang ausfallen wird, sechs, sieben Minuten werden es wohl werden. Aber wie sich die SGE hier ausdümpeln lässt, ist schon besorgniserregend. So gut in die zweite Halbzeit gestartet. Und sich dann wieder so die Butter vom Brot nehmen lassen.
85. | Fiese Grätsche von Kalimuendo im Mittelkreis gegen Remberg. Das gibt die Gelbe Karte.
83. | Die allergrößten Sorgen sind erstmal vergangen. Torunarigha kann zwar wacklig und gestützt, aber auf eigenen Beinen das Spielfeld verlassen. Poulsen, der vermeintliche Hamburger Schlüsselspieler, der auch schon wieder die letzten sechs Spiele mit einer Muskelverletzung nur zusehen konnte, kommt rein.
82. | Außerdem kommt Amaimouni-Echghouyab für Knauff.
82. | Noch bevor wir wissen, wie es mit Torunarigha weitergeht, wechselt Frankfurt doppelt: Frankfurts Hoffnungsträger Ebnoutalib, zuletzt wieder spielfähig, aber mit wenig Einsatzzeit, kommt für Larsson.
82. | Das sieht im TV-Bild gar nicht so wild aus. Hat Torunarigha da die Schulter von Knauff abbekommen? Es wird gespenstig im Deutsche Bank Park. Die Behandlung dauert an.
80. | Sorgen um Torunarigha, der im Luftzweikampf mit Knauff zusammenknallt. Die Abwehrkante sinkt dahin. Sofort wird die medizinische Betreuung hektisch herbeigerufen. Auch die Rettungssanitäter und die Liege eilen aufs Feld.
79. | Gleichzeitig nutzt HSV-Coach Polzin das Wechselfenster, um Elfadli für Lokonga einzusetzen.
78. | Zumal das kein Zeitspiel ist. Grönbaek ist platt und muss angeschlagen vom Feld. Vuskovic feiert sein Comeback nach kurzer, aber schwerwiegender Verletzungspause. Drei Spieler hat Hamburgs womöglich wichtigster Spieler verpasst, alle drei Partien gingen verloren.
77. | Grönbaeck klärt eine Flanke von links per Flugkopfball und scheint dann einen Krampf zu kriegen. Hamburgs potenzieller Matchwinner muss behandelt werden, die Frankfurter monieren Zeitspiel. Aytekin hat den Laden unter Kontrolle.
75. | Nein, geht schnell weiter mit dem Eckball. Da hat Hamburg ein bisschen Glück. Der Eckball kann nichts.
74. | Chaibi schießt - direkt in die Mauer. Der Schütze will dabei ein Handspiel von Torunarigha gesehen haben. Tatsächlich stand dessen Ellbogen leicht ab. Gibts das Signal vom VAR?
73. | Omari mit der ungestümen Grätsche gegen Knauff. Das gibt eine außerordentlich gute Freistoßposition für die SGE. Der Ball ruht einen Meter neben dem rechten Pfosten nur 20 Meter vom Tor entfernt.
71. | Kristensen rennt an der Mittellinie voll in Königsdörffer rein und wird verwarnt. Damit fehlt ausgerechnet der Spieler, dessen potenzielle Unverzichtbarkeit wir eben angedeutet hatten, in einer Woche beim BVB mit einer Gelbsperre.
70. | Das Spiel läuft natürlich wieder. Und wir erwarten nichts anderes als ein 20-minütiges, hemmungsloses Anrennen der Frankfurter. In dieser Lage, bei dieser negativen Stimmung im Verein, bei den ganzen Querelen, bei dem Gegner, bei dem Restprogramm: Frankfurt darf heute nicht verlieren.
68. | Und mit Downs kommt der vermeintliche Transfercoup des Winters zu seinem zwölften Einsatz im HSV-Trikot. Der fleißige Glatzel geht runter.
68. | Jatta muss raus. Gocholeishvili kommt rein.
66. | Die Verletzungspause wird gleichzeitig zur Trinkpause genutzt. Mal sehen, ob Jatta danach auf den Platz zurückkehrt. Da scheint der Muskel zugemacht zu haben.
65. | Ein bisschen auch ein Spiel der vergebenen Möglichkeiten. Ohne dass wir viele Torchancen sehen würden.
64. | Kurios: Mit Jatta und Vieira liegen gleich zwei Hamburger mit Verletzungen auf dem Boden. Das Spiel wird nicht unterbrochen, Frankfurt vertändelt den Gegenstoß, doch der HSV spielt mit dem Feuer und spielt den Ball selbst auch nicht ins Aus. Da hätte Frankfurt viel mehr draus machen können, da war der HSV völlig unsortiert und in doppelter Unterzahl. Weil vor allem Jatta tief in der Frankfurter Hälfte immer noch sitzt, unterbricht dann Aytekin die Partie, als die größte Brisanz raus ist.
61. | Und mit Kristensen für Skhiri kommt viel Energie und Mentalität ins Frankfurter Spiel. Dessen verletzungsfreie Verfügbarkeit ist so wichtig für das Team. Es ist sein zweiter Einsatz nach zweimonatiger Verletzung.
61. | Der genesene Bahoya spielt für den enttäuschenden und entäuschten Burkardt.
61. | Tatenlosigkeit will sich SGE-Coach Riera nicht vorwerfen lassen. Er reagiert mit einem Dreifachwechsel auf die hergeschenkte Führung: Chaibi kommt für Höjlund.
59. | Toooor! Eintracht Frankfurt - HAMBURGER SV 1:2. Wow, was für ein toller Pass von Grönbaek. Der Däne steht links vor der Seitenlinie. Sieht, dass Vieira aus dem Halbfeld in den Strafraum einläuft. Und löffelt die Kugel mit der Innenseite über drei Frankfurter Köpfe hinweg genau in den Lauf seines Teamkollegen. Und Vieira hat die technischen Fertigkeiten, um diesen Zauberpass im vollen Lauf mit der Brunst mitzunehmen und dem zweiten Kontakt aus spitzem Winkel an Zetterer vorbei ins lange Eck zu schießen.
57. | Das waren jetzt schon mehr wichtige Szenen als im gesamten ersten Durchgang. Die zweite Halbzeit hat vom Fleck weg richtig Schwung und Brisanz aufgenommen. Frankfurts Führung hielt keine drei Minuten.
55. | Zetterer erst gut: Pariert den strammen Freistoß von Grönbaek, der jetzt vor Selbstvertrauen strotzt und aus weiter Entfernung gefährlich Richtung linkes Eck feuert. Und dann Zetterer schlampig: Boxt bei einer Ecke von rechts am Ball vorbei und hat Glück, dass kein Hamburger einstochert.
52. | Ganz schön was los jetzt. Königsdörffer startet auf der rechten Seite, zieht nach innen und wird 40 Meter vor dem Tor von Höjlund von hinten umgestoßen. Für dieses taktische Foul gibt es die Gelbe Karte für Höjlund.
51. | Toooor! Eintracht Frankfurt - HAMBURGER SV 1:1. Das hat nicht lange gehalten. Ecke HSV auf der rechten Seite. Skhiri ist dran und klärt auf die andere Seite. Dort kommt Omari an den Ball und schlägt ihn wieder rein. Die halbhohe Flanke tickt unberührt durch den Sechzehner und rechts zu Grönbaek. Und der schießt mit dem zweiten Kontakt aus dem Stand ins lange Eck und durch die Beine von Skhiri, der auf der Linie nicht retten kann, ein.
48. | Tooooor! EINTRACHT FRANKFURT - Hamburger SV 1:0. Doch Hamburgs Fehlstart ist nur aufgeschoben. Jatta und Torunarigha lassen sich auf der rechten Seite einlullen und verlieren den Ball auf klägliche Art an Burkardt. Der spielt direkt ins Zentrum zu Uzun, der kommt mit Geschwindigkeit auf Omari zu, zieht vorbei und schießt aus 15 Metern sicher ein.
48. | Guter Start der SGE, die zwei gute Torchancen sammelt. Vor allem die erste ist dick: Uzun schickt Knauff rechts in den Sechzehner, Knauff legt quer, Capaldo mit dem Querschläger, trifft den Ball nicht, irritiert damit aber Burkardt, der auch über den Ball haut, statt ihn reinzudrücken. Wenig später fast dieselbe Situation, wieder Knauff über rechts. Und diesmal schmeißt sich Heuer Fernandez richtig spekulierend auf den Querpass.
46. | Bis auf die Spielrichtung wurde nichts verändert. Weiter gehts.
Halbzeit | Und der Gang in die Kabinen wird von Pfiffen begleitet. Es rumort unaufhörlich in Frankfurt. Die SGE legt auch zu Hause gegen Aufsteiger Hamburg eine ganz schön wacklige und brotlose Vorstellung hin. Der HSV war besser, ohne zu glänzen, hatte einen Lattenschuss und zwei vielversprechende Konterszenen, wirkte insgesamt auch wacher, zuversichtlicher und geschlossener. Konkrete Torszenen waren angesichts der nur circa 0,2 xGoals pro Team allerdings auf beiden Seiten rar.
45.+2. | Nach zwei ereignislosen Nachspielminuten geht es in die Pause.
45. | Hamburg dagegen lässt die nächste gute Umschaltsituation ungenutzt. Drei Hamburger rennen auf zwei Frankfurter zu, spielen das aber nicht sauber aus und bekommen keine Abschlusschance auf die Beine gestellt.
43. | Burkardt köpft eine etwas zu weit geratene Flanke von rechts hinter dem zweiten Pfosten ins Zentrum, Torunarigha klärt zur Seite, aber auf die Brust von Burkardt, der schnell schaltet, den Ball wieder aufnimmt, nach hinten zieht und aus der Drehung und der Luft schießt. Und deutlich verzieht. Aber Frankfurt sammelt jetzt fleißig Abschlüsse.
41. | Kommt Eintracht Frankfurt also doch langsam auf. Allerdings auf herzliche Einladung des Gegners hin. Der HSV muss aufpassen, dass er sich nicht selbst schlägt. Bis hierhin ist das ein echt guter Auswärtsauftritt des Aufsteigers.
39. | Und dann gleich nochmal Uzun gegen Heuer Fernandez: Die folgende Ecke wird kurz ausgeführt, nach einer kurzen Stafette rund um den Strafraum kann Uzun, der die Ecke ausführte, rechts anziehen und auf dem Weg nach innen den Doppelpass mit Knauff spielen. Uzun schießt diesmal mit dem ersten Kontakt, scheitert aber an der Fußabwehr des HSV-Keepers.
38. | Ein schwerer individueller Fehler macht dann aber die Tür für die Adler auf: Im Spielaufbau leisten sich Heuer Fernandez und Remberg den Stockfehler. Kalimuendo übernimmt den freien Ball im rechten Halbfeld, spielt nach rechts raus zu Höjlund, der gibt in die Mitte zu Uzun. Der zieht rechts im Strafraum kurz auf. Und scheitert an einer guten Tat von Heuer Fernandez, der die Szene mit seinem ungenauen Pass Richtung Remberg eingeleitet hatte.
36. | Auch spielerisch hat der HSV mehr und mehr die Hosen an. Die Gäste werden stärker und haben mittlerweile auch die Feldvorteile für sich. Frankfurt hat auf niedrigem Niveau noch weiter abgebaut.
34. | Höjlund rennt 40 Meter zentral vor dem Tor in Remberg rein und verursacht einen Freistoß. Den traut sich Vieira zu - doch er schießt genau in die Dreimannmauer, die Zetterer obwohl der großen Distanz vorsichtshalber aufgebaut hat. Hat sich ausgezahlt.
32. | Wenn auch auf keinem hohen Niveau. Die vier Torschüsse und 0,15 xGoals des HSV reißen jetzt auch keine Bäume aus. Aber immerhin hat der HSV die wenigen Momente auf seiner Seite. Von Eintracht Frankfurt kommt dagegen gar nichts.
30. | Lässt die Situation von Eintracht Frankfurt nicht gerade besser werden, dass der HSV in der ersten halben Stunde der bessere, sortiertere und gefährlichere Klub ist.
27. | Aber das wars noch nicht. Skhiri klärt unzureichend, der HSV bleibt dran. Remberg fängt den Ball ab, nach drei, vier Pässen im Zentrum dreht sich Vieira einmal um Knauff herum und schießt dann aus 25 Metern halblinker Position. Zetterer streckt sich, kommt aber nicht ran - und die Kugel knallt an die Oberkante der Latte. Ein spektakulärer Schuss!
26. | Wenn hier was nach vorne geht, dann beim HSV. Ein schöner langer Seitenwechsel von Omari aus der eigenen Abwehrkette erreicht Jatta auf der rechten Seite. Der gibt ins Zentrum, wo Königsdörffer fatalerweise über den Ball schlägt. Lokonga dahinter hat schon die schlechtere Schussposition, trifft aber immerhin den Ball. Und scheitert an der Fußabwehr von Zetterer. Der hat Glück, dass niemand lauert, um abzustauben.
24. | 27 Grad und viel Sonnenschein in Frankfurt. Trinkpause nach 23 Minuten. Das beschleunigt das Geschehen hier auch nicht wirklich.
22. | Und angesichts der beiderseitigen Harmlosigkeit rund um diese eine Szene herum verfestigt sich der Eindruck, dass das eher ein Spiel der seltenen Momente und der wenigen wichtigen Szenen wird. Umso schmerzhafter aus HSV-Sicht, dass der eben hergegeben wurde. Es gibt nicht viel zu melden aus Frankfurt.
20. | Im Prinzip war das gerade die beste Torchance des Spiels. Ohne dass es eine Torchance gab. Irre, wie viel Platz Vieira da im Zentrum hatte. Da muss Königsdörffer den Ball einfach von rechts 40 Meter vor dem Tor in die Spielfeldmitte geben, dann rennt Vieira frei auf Zetterer zu.
18. | Da muss Königsdörffer SO viel mehr draus machen. Frankfurt verstrickt sich beim kurzen Ausspielen einer Ecke, die Halbfeldflanke ist dann unbrauchbar. Auch das Gegenpressing sitzt nicht. Stattdessen spielt Hamburg in Person von Glatzel den öffnenden Pass rechts ins Mittelfeld zu Königsdörffer, der hat nur noch Larsson vor sich und das gesamte Zentrum ist offen. Genau dort rennt Vieira, viel schneller als alle Frankfurter, rein. Der Querpass kommt aber viel zu spät. Und geht dann halbhoch in die Arme von Zetterer. Das war total verschenkt.
15. | Unverhofft bekommt Uzun die erste Frankfurter Schusschance: Der feine Techniker bleibt am rechten Strafraumeck mit seinem Dribbling eigentlich hängen, zufällig springt ihm der Ball aber wieder vor die Füße und nach einer schnellen Drehung um die eigene Achse kann er abziehen. Heuer Fernandez ist im kurzen Eck sicher zur Stelle. Larsson könnte die Szene dann im rechten Strafraum nochmal scharfstellen, bleibt mit seinem Querpass Richtung Burkardt aber hängen.
12. | Und so ist insgesamt noch nicht zu viel los. Hamburg nutzt seltene Ballgewinne und Kontrollphasen, um das Spiel zu entschleunigen und Sicherheit zu gewinnen. Und die SGE ist sowieso in einer gemeinschaftlichen Findungsphase. Frankfurt übrigens auch heute wieder mit Sechser Skhiri neben Koch in der Innenverteidigung. Und Innenverteidiger Amenda als Rechtsverteidiger.
9. | Danach übernimmt Frankfurt aber zunächst mal die Spielkontrolle, sammelt viele Pässe und klare Feldvorteile. Der HSV nistet sich in der eigenen Hälfte ein, auch Königsdörffer und Glatzel stehen tief und beteiligen sich emsig an der Arbeit gegen den Ball. Der Strafraum ist Sperrzone.
6. | Die erste Ecke gibt es immerhin. Die führen Vieira und Jatta kurz aus. Und die dann doch folgende Flanke von Vieira kann Frankfurt klären.
5. | Und so sehen wir nach gut fünf Minuten auch den ersten gefährlichen Vortrag, den die Rothosen, wenn auch heute in weißen Shorts unterwegs, anbringen: Jatta spielt den Ball von der Seitenlinie tief zur Grundlinie Richtung Capaldo, der querlegt und an Zetterer hängenbleibt. Vieira will nachstochern, bleibt aber hängen.
3. | Frankfurt droht, die Saisonziele zu verpassen, mehr als Rang 7 ist ja jetzt schon nicht mehr drin, wofür der, oder auch Rang 8, reichen wird, ist noch offen, dazu wird nach außen ein ziemlich schlechtes Bild abgegeben, der HSV befindet sich seit Wochen im Sturzflug und im Leistungs-, erst recht aber Ergebnistief: Im direkten Duell ist da schon viel Druck drauf heute. Der HSV könnte von den Frankfurter Turbulenzen profitieren.
1. | Anpfiff von Schiedsrichter Deniz Aytekin im Herzen von Europa!
vor Beginn | Eintracht Frankfurt hat seit Januar 2011 nicht mehr gegen den Hamburger SV verloren. Aufgrund dessen langer Abstinenz waren das zwar nur 13 Spiele, das ist aber trotzdem die längste Serie dieser Art der SGE gegen einen anderen Klub im Fußball-Oberhaus. Sorgen bereitet dagegen die außergewöhnliche Heimschwäche: Mit fünf Niederlagen im Frankfurter Stadtwald hat die SGE jetzt schon so viele wie in den vorangegangenen beiden Spielzeiten zusammen angesammelt.
vor Beginn | Als Fünfzehnter gehört der HSV zu der Handvoll Teams (Hallo nach Köln, Gladbach, Union, Bremen), die davon profitieren, dass die drei da ganz unten nicht zu Potte kommen und auf ihren Plätzen verharren. Fünf Punkte Vorsprung hat der HSV auf den Stadtrivalen St. Pauli, stellt aber das wahrscheinlich formschwächste Team der Liga. Am 23. Spieltag waren die Rothosen nach zwei Siegen in Folge noch Neunter. Dann ging es mit nur noch einem Dreier aus neun Spielen stetig bergab.
vor Beginn | Das wiederum wird stark davon abhängen, mit welchem Gefühl Frankfurt in die Sommerpause geht. Das Restprogramm mit Spielen gegen Hamburg, Dortmund und Stuttgart hat es in sich. Heute ist es der letzte Auftritt der SGE, bei der nichts anderes als ein Sieg gefordert werden kann. Hamburger hat sechs Spiele lang nicht mehr gewonnen, die letzten drei allesamt verloren. Und ist nochmal fies tief in den Tabellenkeller dahingesunken.
vor Beginn | Antworten auf all diese Fragen wollte Riera auf seiner Spieltags-PK keine geben, stattdessen setzte er zur Wutrede in allerbester Trapattoni-Manier an und wetterte, was das Zeug hält. Die Eintracht befände sich in einem vergifteten Umfeld, den Medienschaffenden wurde ihre Kompetenz abgeschrieben, von "Bullshit" und "Lügen" war die Rede. Ein denkwürdiger und äußerst merkwürdiger Auftritt des Trainers, der das Gefühl, Riera werde nicht den Sommer über in Frankfurt bleiben, nicht abgeschwächt hat.
vor Beginn | Auch das 1:1 gegen Augsburg warf wieder viele Fragen auf. Warum spielen begnadete Kicker wie Doan, Uzun oder Götze unter Albert Riera nur eine untergeordnete oder gar keine Rolle? Warum müssen Spieler wie Doan, Skhiri oder Amenda regelmäßig auf fremden Positionen ran? Wie kann man auf die Idee kommen, der 17 Jahre junge Love Arrhov sei bereit für Bundesligafußball, ausgerechnet gegen gewohnt toughe Augsburger? Und was ist dran an den Berichten über einen Disput des Trainers mit Schlüsselspieler Burkardt?
vor Beginn | Alle Jahre wieder streiten sich Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg im Saisonendspurt um die bestmögliche Endplatzierung in der Bundesliga und die damit einhergehende Europapokalqualifikation. Und sowohl 2024 als auch 2025 hatte die Eintracht die Nase vorn, als erst die Europa, dann sogar die Champions League gebucht wurde. Dass die SGE in diesem Jahr tatsächlich Teil der Königsklasse war, darauf kommt aber keiner, der Frankfurt seit Wochen durch die Liga stolpern sieht.
vor Beginn | Der HSV verlor zuletzt das Topspiel am Samstagabend mit 1:2 zu Hause gegen die TSG Hoffenheim. Trainer Polzin nimmt eine Veränderung an seiner Startelf vor: Er bringt Lokonga für Mikelbrencis, der heute verletzungsbedingt nicht im Kader steht.
vor Beginn | So beginnt der Hamburger SV: Heuer Fernandes - Jatta, Capaldo, Torunarigha, Omari, Lokonga - Remberg - Vieira, Grönbaek - Glatzel, Königsdörffer.
vor Beginn | Zwei Wechsel bei der SGE im Vergleich zum 1:1 in der Vorwoche gegen den FC Augsburg: Riera bringt Burkardt und Knauff in die Startelf. Und nimmt Arrhov nach dessen misslungenem Bundesligadebüt und Amaimouni-Echghouyab raus. Beide nehmen auf der Bank Platz.
vor Beginn | So spielt Eintracht Frankfurt: Zetterer - Amenda, Skhiri, Koch, Brown - Larsson - Knauff, Uzun, Höjlund, Kalimuendo - Burkardt.
vor Beginn | Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 32. Spieltages zwischen Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV.