An dieser Stelle war es das. Morgen endet die lange Länderspielphase mit den letzten Spielen des 4. Spieltag der UEFA Nations League, wenn unter anderem Kroatien und Spanien aufeinandertreffen. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin!
Frankreich geht damit als Spitzenreiter der Liga A, Gruppe 1, in die finalen beiden Spieltage im November, Belgien ist nach dem Sieg Italiens gegen die Türkei nur noch Dritter. Frankreich spielt dann im November erst gegen Italien, dann gegen die Türkei. Und Belgien genau andersherum.
Belgien machte 60 Minuten lang ein gutes Spiel, führte mit 1:0 und ließ trotz Unterlegenheit nicht viel zu. Dann wechselte Zidane aber Olise ein. Und Belgien war fortan chancenlos. Das Spiel kippte nicht nur, Belgien wurde schlichtweg überrannt. Auch Cherki und Doue drückten der Schlussphase mit vier Toren in 14 Minuten ihren Stempel auf. Am Ende war es aber vor allem Olise, der nur 30 Minuten brauchte, um zwei Tore zu schießen und eins aufzulegen. Und damit das Spiel fast im Alleingang drehte.
90.+4. | Schlusspfiff.
90.+3. | Armes Belgien. Die Niederlage ist verdient. Ein 1:4 war es aber nicht. Aber dieses Frankreich mit Olise ist einfach zu mächtig.
90.+1. | Toooor! FRANKREICH - Belgien 4:1. Das 3:1 war ein untypisches Wurschteltor, dann eben jetzt noch einer für die Galerie. Doue macht erst die Mätzchen, als er einen Flankenwechsel auf die linke Seite mit der Hacke annimmt. Dann legt er aber den Turbo ein, zieht nach innen und steckt für Olise durch. Und der schiebt von halblinks im Strafraum durch die Beine von Vandevoordt zum 4:1 ein.
88. | Toooor! FRANKREICH - Belgien 3:1. Belgien hat die neuen Stürmer auf dem Feld, Frankreich hat Olise. Und der macht den Deckel drauf. Der Superstar bleibt erst am Strafraumeck gegen drei Gegenspieler hängen, grätscht aber hinterher und kriegt den Ball zu Doue gespitzelt. Jetzt ist der eben rechts im Strafraum, wuselt sich gegen Godts kurz frei, gibt nach innen. Und Olise schiebt den Ball an Vandevoordt mit etwas Glück vorbei ins lange Eck.
88. | Und bei Frankreich kommt Rabiot zu seinem 70. Länderspiel. Camavinga geht raus.
87. | Dasselbe gilt für Stürmer Openda, vielleicht hat er ja noch den Lucky Punch im Fußgelenk. Er spielt jetzt für Moreira.
87. | Gleichzeitig wird Vanaken ausgewechselt, damit Trossard noch etwas bewirken kann.
87. | Keine fünf Minuten mehr, aber nochmal jede Menge Wechsel. Für Belgien spielt jetzt Keita für Lavia.
85. | Aber Vorsicht, plötzlich hat Belgien eine gute Chance, die allererste im gesamten Durchgang. Eine Ecke von der rechten Seite rutscht durch und gelangt zu Ngoy, der gegen Doue zum Abschluss kommt. Und aus acht Metern seine Direktabnahme nur knapp am Tor vorbeischießt.
84. | War übrigens der 21. Les-Bleus-Torschuss der Partie. Effektivität kann Frankreich in dieser Schlussphase plötzlich auch.
83. | Wohl dem, der einen Olise, Cherki und Doue in dieser Reihenfolge ab der Stundenmarke einwechseln kann. Das ist dann selbst für ein gutes Belgien zu viel. Und da ist ein Mbappe noch nicht mal mit dabei.
81. | Toooor! FRANKREICH - Belgien 2:1. Das war leicht vorherzusagen: Die Joker drehen die Partie! Yoro mit der schönen Verlagerung aus dem Zentrum auf die rechte Seite zu Olise. Der zieht gegen Seys an, der erst die Außenbahn nicht zukriegt und dann durch den Rückstand die Hereingabe nicht unterbinden kann. Und kurz hinter dem ersten Fünfereck kommt Cherki angeflogen und schießt mit dem ersten Kontakt ein. Vandevoordt ist noch dran, hat aber Pech.
79. | Das war der 20. Torschuss von Frankreich in diesem Spiel. Und er fiel früh genug, um Belgien gehörig ins Schwimmen zu bringen. Frankreich spielt so mächtig, der Sieg ist allemal noch drin.
77. | Toooor! FRANKREICH - Belgien 1:1. Der überfällige Ausgleich fällt ausgerechnet im Zuge eines ausnahmsweise wenig aufregenden Angriffs. Die Pässe von Kounde und da Cunha auf der rechten Seite sind einfach, bis Doue an den Ball kommt. Der ist eigentlich eng gedeckt von Raskin, kann sich mit drei Metern quer zur Strafraumlinie aber so viel Platz verschaffen, den es braucht, um den Ball präzise entgegen die Laufrichtung ins rechte Eck zu schießen. Selbst Vandevoordt ist bei diesem verdeckten Fernschuss chancenlos.
75. | Wer erst 60 Minuten gegen Dembele und danach gegen Olise standhalten muss, kann fast nicht ohne Gelbe Karte davonkommen. Auch wenn Seys sich die jetzt für einen harten Stempel auf den Knöchel von da Cunha im Mittelfeld abholt. Aber der 21-Jährige macht ein starkes Spiel, angesichts so viel Arbeit.
74. | Keine 20 Minuten mehr in dieser sehr kurzweiligen Partie, in der bislang fast immer was los war. Belgien steht bei null Torschüssen im zweiten Durchgang, null xGoals und nur einem einzigen Ballkontakt im gegnerischen Strafraum. Es ist erstaunlich, dass die Gäste immer noch führen.
72. | Barcola geht nach seinem knappen Fehlschuss runter. Auch mit Doue wird es für Belgien nicht einfacher.
72. | Frankreich nähert sich weiter an. Und kommt mit Olise über die rechte Seite. Seys kann ihn nicht halten, etwas Glück ist trotzdem für Frankreich dabei, als Olises Querpass leicht abgelenkt wird und nur so den weg zu Barcola zentral am Strafraumrand findet. Der schießt direkt. Und verfehlt den rechten Pfosten nur um Zentimeter.
70. | Mit Lukebakio geht auch der andere auffällige Protagonist der Belgier. Der Torschütze weicht für Godts.
70. | Doppelwechsel bei Belgien. Bei Lukaku ist der Tank nach 70 aufreibenden Minuten leer. De Ketelaere ersetzt ihn positionsgetreu, spielt aber in einer anderen Gewichtsklasse. Wie fast jeder.
69. | Barcola ist auch noch da, fällt heute etwas ab. Jetzt verliert er links am Strafraumeck den Ball an zwei Gegenspielern. Belgien schaltet erstmals in diesem Durchgang schnell um mit Wandspieler Lukaku und Passgeber Raskin. Lacroix hetzt Lukaku hinterher, greift zum Trikot. Und holt sich die Gelbe Karte ab.
67. | Auch Vandevoordt ist hier längst ein Faktor. Gegen Cherki sammelt er seine nächste Glanztat. Den tückischen und enorm scharfen Innenristschuss aus 20 Metern kratzt er in Ganzkörperstreckung toll aus dem rechten Eck. Es ist schon die fünfte Parade des RB-Keepers und Debütanten.
66. | Zumal mit Olise und Cherki direkt nochmal mehr Schärfe und Energie ins Spiel kommt. Beide versuchen, das Spiel an sich zu reißen. Und Belgien schmeißt sich mit allem rein, was es hat. So wie jetzt in den zentralen Schuss von Olise, nachdem Cherki rechts im Strafraum wuselt und ablegt. Geblockt.
64. | Belgiens Nadelstiche sind im zweiten Durchgang auf den Nullpunkt gesunken. Es spielt nur Frankreich. Von Entlastung ist nichts mehr zu sehen. So wirkt es nach einer Frage der Zeit, bis der Ausgleich fällt. Belgiens Führung ist längst schmeichelhaft.
62. | Das Stadion wird lauter, für Olise sind sie gekommen, eine halbe Stunde kriegen sie ihn. Auf der rechten Seite bleibt aber auch er erstmal an Seys hängen. Die folgende Ecke führt Frankreich wie fast jede kurz aus, dann kann Olise aus 20 Metern halbrechter Position schießen. Genau in die Arme von Vandevoordt.
61. | Und auch Lucas da Cunha ist jetzt an Bord. Er spielt für Kone, der als Spielgestalter und Antreiber ebenfalls zu gefallen wusste.
60. | Gleichzeitig wechselt Zidane zwei weitere Male und bringt Cherki für Akliouche.
60. | Es war die letzte Aktion von Dembele, der auch nicht jede Minute gehen kann. Der Wechsel nach exakt 60 Minuten wirkt abgesprochen. Dafür ist der Qualitätsverlust durch die Einwechslung von Olise nicht vorhanden.
59. | Dembele macht und tut, was ihm möglich ist. Ein guter Auftritt des Kapitäns, der vorangeht. Jetzt mit dem Dribbling auf der rechten Seite, mit dem er sich an Moreira und Seys vorbeitankt. Dann der flache Pass vors Tor. Wo Lepaul die Kugel aus vier Metern nicht ins Tor gedrückt bekommt. Er scheitert am starken Vandevoordt.
57. | Moreira mit dem Fehlpass im Mittelfeld. Der Ball läuft frei und Lepaul und Lavia gehen hin. Lavia geht dabei aber mehr in den Mann als in den Ball und sieht dafür die erste Gelbe Karte des Spiels. Damit muss van Bommel gleich die nächste Sperre verarbeiten: Lavia fehlt im November gegen die Türkei. Gut, dass Tielemans und De Bruyne dann wieder da sein sollten.
55. | Kein Durchkommen rund um die Box, also der nächste Fernschuss nach einer abgewehrten Rechtsflanke. Von Lacroix, der aus knapp 30 Metern flach schießt. Eineinhalb Meter links vorbei.
53. | Die erste Torchance im zweiten Durchgang kann so nur dem Zufall entspringen. Kone zieht auf und greift zum Fernschuss zurück, der mit viel Hoffnung verbunden ist. Er schafft es nicht zum Tor, wird aber von Lavia geblockt und springt zu Dembele rechts im Sechzehner. Der schießt mit dem zweiten Kontakt gen langes Eck. Und verfehlt das Tor um einen Meter.
52. | Somit sieht Zidane gerade das, was kein Trainer von seinem Team gerne sieht: Viel Ballbesitz, aber kaum Ertrag. Belgien verteidigt aufmerksam und aufopferungsvoll.
51. | Viel geht weiterhin über die rechte Seite mit Akliouche und Dembele, sehr konkret wird es aber gerade nicht. Erst fängt Vandevoordt eine abgelenkte Dembele-Hereingabe ab. Dann gerät die Flanke des amtierenden Weltfußballers zu lang und segelt auf der anderen Seite ins Toraus. In ernsthafte Gefahr gerät das belgische Tor gerade nicht.
48. | Frankreich startet wieder mit viel Druck nach vorne. Sowohl von rechts als auch von links werden Hereingaben aber noch vor dem ersten Pfosten geklärt. Dann will Akliouche aus dem rechten Halbfeld schlenzen. Vanaken steht aber dicht vor ihm und kann blocken.
46. | Erstmal keine Wechsel, Frankreichs Startelf soll die Wende herbeiführen. Warum auch nicht, sie spielt ja auch nicht schlecht. Weiter gehts!
Halbzeit | Frankreich legte eine ordentliche erste Halbzeit hin, sieht sich nach einem genialen Tor eines starken Gegners aber nach 45 Minuten etwas unerwartet im Hintertreffen. Lukebakio wusste eine sensationelle Vorlage von Lavia zu nutzen, während auf der anderen Seite Barcola und Lepaul mit ihren Gelegenheiten scheiterten. Belgiens Plans geht damit auf. Und Frankreich wird vielleicht früher als geplant auf die hochkarätig besetzte Bank rund um Superstar Olise zurückgreifen müssen.
45.+2. | Pause!
45. | Dembele rennt sich rechts im Strafraum zwei Mal fest, beide Male steht Seys ihm gut auf den Füßen. Die nur einminütige Nachspielzeit wird so an dem Halbzeitstand wahrscheinlich nicht mehr viel ändern.
43. | Die unmittelbare Antwort von Frankreich bleibt aus. Der WM-Vierte bleibt bemüht, dringt aber gerade nicht durch. Und prallt regelmäßig an der breiter werdenden Brust der Gegner ab. Auch Dembele wird mittlerweile auf der rechten Seite konsequenter gedoppelt und hat es schwerer.
41. | Und Belgien bleibt weiter widerspenstig. Yoro wirkt im Rücken von Lukaku wie ein dünner Ast an einem 1000 Jahre alten Baumstamm. Der Stürmerstar macht den Ball fest, wie nur er das kann, und verlegt ihn dann auf die rechte Seite zu Lukebakio. Der flankt nach kurzem Lauf ins Zentrum. Wo Lukaku nur einen halben Meter zu spät kommt.
39. | Belgien präsentiert sich somit ganz schön kaltschnäuzig. Die heiklen Momente wurden bislang überstanden, und dann reicht manchmal so ein genialer Moment, um ein Spiel auf den Kopf zu stellen. Es war der vierte Abschluss der Gäste in diesem Spiel - Frankreich steht bei neun.
37. | Was für ein geniales Tor. Dieser Pass von Lavia über das gesamte Feld, eine echte Augenweide. Ein einziger Pass reicht für diesen schnellen Angriff. Und Lukebakio scheint auch mit viel Selbstvertrauen ausgestattet zu sein. Wie selbstverständlich er diesen Ball versenkt, beeindruckt sehr.
35. | Toooor! Frankreich - BELGIEN 0:1. Die kalte Dusche für Les Bleus. Aus der eigenen Hälfte schlägt Lavia einen sensationellen Ball in die Spitze zu Lukebakio, der einen Meter hinter der Mittellinie startet, nicht im Abseits steht und aufgrund der Genialität seines Vorlagengebers frei durch ist. Der Abschluss hat es dann auch in sich: Aus halblinker Position und 15 Metern Entfernung schickt Lukebakio den Ball mit Überzeugung in den kurzen Knick.
33. | Die konkreten Chancen aber hat Frankreich. Dembele macht auf der rechten Seite einen tollen Flugball von Kone fest und dribbelt auf Seys zu, der so allein gestellt recht hilflos wirkt. Dembele spielt dann mit Dampf zwischen Fünfer und Elfmeterpunkt, wo Lepaul direkt abzieht. Und sich nicht mehr so über den Ball lehnen kann, als dass er ihn ins Tor drücken könnte.
30. | Es bleibt ereignisreich. Für Belgien schlägt Moreira eine Ecke unvorhergesehen per Aufsetzer an den Elfmeterpunkt, statt hoch zu flanken. Lukebakio war der einzige, der das wusste, rennt in die Ablage. Tritt aber über den Ball. Den muss er sauber treffen, dann bekommt Restes ernsthaft Probleme. So kann Frankreich im folgenden Durcheinander klären.
28. | Der Freistoß wird von Akliouche in den Strafraum gehoben und schwört erstmal keine Gefahr herauf, weil Vandevoordt die Kugel wegboxt. Im Nachgang stellt Lepaul sie aber mit seiner Hereingabe nochmal scharf. Und die köpft Ngoy unglücklich an die Hand des unmittelbar hinter ihm befindlichen Dembele. Das Stade de France fordert Elfmeter - doch Nick Walsh winkt ab und auch der VAR meldet sich nicht.
27. | Raskin rückt zu spät gegen Kone aus. Der bekommt den Ball zu Lepaul gesteckt und wird dann umgesenst. Und weil Lepaul den Ball dann nicht halten kann, gibt es eben den Freistoß im linken Halbfeld.
25. | Das Spiel erfüllt die Erwartungen. Es ist schnell, gut und abwechslungsreich und bringt zudem trotz der Großrotation und der Belastungen der vergangenen Tage viel individuelle Klasse mit. Mit besseren Gastgebern. Und unberechenbaren Gästen.
23. | Auf der anderen Seite kombinieren Kone und Barcola links im Strafraum auf dem Bierdeckel. Dann geht der Ball in die Zentrale zu Lepaul, der aber mit dem Rücken zum Tor steht. Die Drehung ist gut und schnell, der Abschluss aber kompliziert. Und der geht nur gerade und flach genau auf Vandevoordt.
22. | Aber auch Belgien strahlt punktuell Torgefahr aus. Schöner Antritt von Lukebakio, der auf der rechten Seite an Diuof vorbeizieht und scharf an den Fünfer flankt. Dort springt Raskin in die Hereingabe. Und köpft aus sechs Metern aus vollem Lauf nur knapp am Tor vorbei.
19. | Fünf Abschlüsse schon von der Equipe Tricolore, wobei der von Barcola eben natürlich hervorzuheben ist, dazu fast 70 Prozent Ballbesitz, aber fast gänzlich ohne leeres Ballgeschiebe, sondern meistens schnell und geradlinig nach vorne: Die junge und fast vollständig umgestellte Zidane-Elf weiß durchaus zu gefallen. Belgien ist in der Anfangsphase klar unterlegen und hat Glück, nicht schon in Rückstand zu liegen.
16. | Die erste Großchance des Spiels war nur eine Frage der Zeit bei dieser umtriebigen und schnellen französischen Elf. Im Zuge einer Umschaltaktion verzögert Barcola erst ab der Mittellinie, wartet, bis Kone ihn überholt, spielt ihn an und zündet dann den Turbo. Links im Strafraum wird Barcola von Kone bedient, Vandevoordt kommt mit dem richtigen Timing aus dem Gehäuse und verhindert im Eins gegen Eins den Rückstand.
15. | Lepaul gefällt zentral vor dem Tor als Wandspieler und Ballverteiler, verlagert jetzt das Spiel nach Dembeles Anlauf von der Außenposition auf die andere Seite nach links zu Diouf, um dann direkt wieder vors Tor zu starten. Die Flanke ist ordentlich, allerdings einen Tick zu hoch. Lepaul kommt nicht ganz ran und die Kugel segelt quer durch den Sechzehner und am Tor vorbei.
12. | Dann aber meldet sich auch Belgien in dieser munteren Anfangsphase an. Lukaku lässt einen Pass von der linken Seite am Strafraumrand durchlaufen und schießt dann aus 16 Metern mit der Innenseite. Kone kann nicht mehr blocken, Restes dafür seine erste Bewährungsprobe bestehen. Rechts im Eck pariert er den nicht ganz präzisen Abschluss des Sturmtanks.
10. | Kone auf der linken Seite in die Schnittstelle, mit Barcola ist da ja noch so ein E-Zug unterwegs. Von der Grundlinie geht der Ball zurück. Doch Mechele ahnt das und verteidigt aufmerksam vor Lepaul, der nicht rankommt. Aber das hat was von Dauerdruck, den Frankreich hier aufbaut.
9. | Und weiter Les Bleus: Lepaul verlagert aus dem Zentrum nach rechts in den Strafraum zum auffälligen Dembele, der heute in Abwesenheit seiner Star-Kollegen offenbar Verantwortung übernehmen will. Akliouche hinterläuft, Dembele flankt aber zurück zu Lepaul, der vors Tor gelaufen ist. Und unter Bedrängnis seinen Kopfball nicht aufs Tor bekommt.
8. | Frankreich kommt gut rein. Dembele mit dem nächsten Abschluss. Halbrechts vor dem Tor schlägt er gegen Moreira den Haken, dann schießt er mit rechts. Moreira bekommt den Fuß noch rein und blockt zur Ecke. Die wird kurz ausgeführt. Und versandet am Strafraumrand.
6. | Auch im anderen Tor sehen wir heute ein Länderspieldebüt: Vandevoordt, Bundesliga-Keeper von RB Leipzig, steht erstmals für Belgien im Gehäuse. Und fängt jetzt seinen ersten Ball ab. Akliouche hatte geschossen, Mechele geblockt. Und der Bogenball war dann keine ernste Prüfung.
5. | Und der Start ist verheißungsvoll. Schon nach wenigen Sekunden kann Dembele auf der rechten Seite das erste Mal isoliert gegen Seys andribbeln und nach innen ziehen, wenn auch sein Schlenzer dann völlig verrutscht. Und vier Minuten später dringt Barcola erstmals auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch, wo er den Ball zurückgibt. Und zentral vor dem Tor keinen Abnehmer findet.
3. | Keeper Guillaume Restes vom FC Toulouse darf sein erstes Länderspiel für Les Bleus bestreiten, Akliouche und Kone erhalten den Vorzug vor Cherki und dem ewigen Rabiot, mit Michael Olise sitzt der wichtigste und prominenteste gesunde Spieler auf der Bank, auch Doue ist erstmal raus: Das ist schon eine gewagte Startelf, die Zidane hier aufstellt. Und eine große Chance für die zweite Garde, sich zu präsentieren. An der Erwartungshaltung ändert das nichts. In Frankreich wird der erste Zidane-Heimsieg erwartet.
1. | Die Kapitäne Lukaku und Dembele haben ihre Teams auf den Rasen geführt, die Hymnen sind verklungen - und Schiedsrichter Nick Walsh aus Schottland pfeift das Spiel an!
vor Beginn | Das gilt bei Frankreich ebenso für Dayot Upamecano, der sich gegen Italien spät im Spiel einen ziemlich unnötigen Platzverweis einhandelte und bereits nach München zurückkehrte. Und für die verletzten Kylian Mbappe und Warren Zaire-Emery. Was das ohnehin schon verheißungsvolle Match im Vorfeld ganz schön unvorhersehbar und umso spannender erscheinen lässt.
vor Beginn | Das intensive und gutklassige Hinspiel vor einer Woche in Brüssel entschied der eingewechselte Olise mit einem unnachahmlichen Solo für Frankreich, Belgien agierte aber weitestgehend auf Augenhöhe und macht sich heute berechtigte Chancen auf eine schnelle Revanche. Mit Youri Tielemans und Kevin De Bruyne fehlen allerdings zwei Schlüsselspieler gesperrt.
vor Beginn | In der Liga A, Gruppe 1, führt Frankreich das Geschehen so nämlich nur mit einem Punkt Vorsprung an. Und während die Türkei bislang punktlos enttäuschte, machen sich sowohl Belgien als auch Italien noch berechtigte Hoffnungen auf einen Startplatz für das Viertelfinale in der Nations League, wofür einer der zwei besten Plätze bekanntlich reicht.
vor Beginn | Belgien, mit Mark van Bommel ebenfalls mit einem neuen Coach unterwegs, schlug derweil die Türkei mit 3:0 durch Tore der immer noch so wichtigen Altstars Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku. Und sorgte für eine spannende Ausgangslage vor dem Rückspiel heute.
vor Beginn | Nach der Punkteteilung gegen Italien wusste Zidane zwar von einem bewegten und emotionalen Heimdebüt zu berichten und von einer aus seiner Sicht guten Leistung, das Ergebnis nannte er allerdings "frustrierend". Gerecht war es gegen eine besser werdende italienische Elf aber allemal.
vor Beginn | Nach den beiden Siegen in Belgien und der Türkei war ein Tor diesmal nicht genug: Obwohl Michael Olise mit einem Traumtor per Freistoß einmal mehr seine Weltklasse bewies, musste sich Frankreich zuletzt mit einem 1:1 gegen Italien zufriedengeben. Und das ausgerechnet bei der Rückkehr von Zinedine Zidane ins Stade de France in dessen ersten Heimspiel als Nationaltrainer der Equipe Tricolore. Wenige Tage danach kann es Zidane mit Frankreich besser machen. Erneut geht es gegen Belgien - erneut im Stade de France in Paris.
vor Beginn | Auch Belgien wechselt häufig. Trainer Mark van Bommel muss nicht nur auf die gesperrten Youri Tielemens und Kevin De Bruyne verzichten. Er nimmt auch Lammens, de Cuyper, de Ketelaere und Godts aus der Startelf. Für sie beginnen Vandevoordt im Tor sowie Seys, Raskin, Lavia, Diego Moreira und Lukaku, der beim starken 3:0-Sieg gegen die Türkei als treffsicherer Joker auf sich aufmerksam machte.
vor Beginn | So beginnt Belgien: Vandevoordt - Castagne, Ngoy, Mechele, Seys - Raskin, Lavia, Vanaken - Lukebakio, Lukaku, Moreia.
vor Beginn | Nach dem 1:1 gegen Italien vor vier Tagen wird bei Frankreich fast vollständig rotiert. Coach Zidane nimmt zehn Veränderungen in der Startformation seiner Equipe Tricolore vor, sogar im Tor wird gewechselt. Mit Ousmane Dembele steht nur ein einziger Spieler erneut von Beginn an auf dem Feld.
vor Beginn | So spielt Frankreich: Restes - Kounde, Yoro, Lacroix, Diouf - Akliouche, Kone, Camavinga - Dembele, Lepaul, Barcola.
vor Beginn | Herzlich willkommen in der UEFA Nations League zur Begegnung des 4. Spieltags zwischen Frankreich und Belgien.