54. | Kleiner Stockfehler von Tahirovic, der sich von Tonali den Ball stehlen lässt. Tahirovic zieht Tonali dann im Mittelkreis zu Boden und sieht für dieses taktische Foul die Gelbe Karte.
53. | Von Entlastung keine Spur. Kean gewinnt mal den Ball, schafft es aber nicht mal ansatzweise an die Mittellinie, da wird er an der Seitenlinie schon wieder abgegrätscht. Wenigstens mit dem Einwurf kann Italien Druck rausnehmen. Für eine halbe Minute.
51. | Bei den Gastgebern macht dagegen Alajbegovic direkt mal auf sich aufmerksam. Schießt aus schwieriger Position von der linken Seite. Donnarumma ist im kurzen Eck zur Stelle und pariert zum fünften Mal am heutigen Abend. Auch auf ihn wird es jetzt ankommen. Da werden noch einige Bälle geflogen kommen.
49. | Italien hat zwei Torschüsse vorzuweisen. Zwei! Nicht im zweiten Durchgang. Im gesamten Spiel! Das kann doch eigentlich nicht gutgehen, oder?
47. | Und das war direkt wieder haarscharf. Memic, seines Zeichens bester Spieler im ersten Durchgang, flankt aus dem rechten Halbfeld halbhoch vors Tor. Demirovic verpasst die Hereingabe im Sturzflug nur um Haaresbreite. Sechs Meter vor dem Tor und bei dem Schnitt der Flanke hätte es gereicht, die Birne dranzukriegen.
46. | Weiter geht's. Es dürfte eine zweite Halbzeit auf ein Tor werden. Also genau so wie im ersten Durchgang.
46. | Auch bei Italien gibt es einen Wechsel: Palestra kommt für Politano.
46. | Mit Tahirovic kommt zeitgleich ein zweiter frischer Spieler. Sunjic kehrt nicht aufs Spielfeld zurück.
46. | Wer in einem K.o.-Spiel in Überzahl zur Halbzeit mit 0:1 hinten liegt und einen Senkrechtstarter wie Alajbegovic auf der Bank sitzen hat, sollte ihn bringen. Denkt sich auch Barbarez und nimmt Kolasinac für den Jungstar vom Feld.
Halbzeit | Zwei Torwartfehler sorgten hier für die großen Szenen, die aus diesem mittelmäßigen Spiel einen echten Thriller machen. Erst beging Vasilj den Bock und schenkte Italien die Führung. Dann patzte auch Donnarumma bei seinem Abschlag, der zum Platzverweis für Bastoni führte. Dazu kommt, dass seit Italiens glücklicher Führung einzig und allein Bosnien-Herzegowina aktiv am Spiel teilnimmt und mit wütenden Angriffen nach vorne spielt. Italien wackelte bedenklich. Diese Führung einzig mit Verteidigungsarbeit und Glück halten zu wollen, ist gewagt.
45.+4. | Der Freistoß verendet. Es geht mit dem 1:0 für Italien in die Pause.
45.+3. | Drei Minuten Nachspielzeit wurden übrigens angezeigt. Die sind gerade um, als Dimarco nochmal den flinken und spielfreudigen Bajraktarevic auf der rechten Seite umstößt. Den Freistoß will Turpin noch sehen.
45.+2. | Italien wackelt. Und Italien hat Probleme bei den Flanken in den Strafraum, das zeichnet sich längst ab. Wieder die Hereingabe aus dem rechten Halbfeld. Der starke Memic springt eine Etage höher als Politano. Und köpft nur knapp am Tor vorbei.
45. | Obwohl die Notbremse unstrittig war, wurde natürlich trotzdem viel diskutiert. Also folgt jetzt erst der Freistoß aus dem linken Halbfeld. Und den köpft Katic aus sechs Metern auf Höhe des zweiten Pfostens aufs Tor. Aber auch genau auf Donnarumma.
44. | Retegui fällt der Unterzahl zum Opfer und wird von Gatti ersetzt. Schöne Szene dabei: Trotz all der Relevanz und Hitze klatscht er auf dem Weg zur Seitenlinie noch mit seinem ehemaligen Bergamo-Kollegen Kolasinac ab. Die zwei haben vor zwei Jahren zusammen die Europa League gewonnen.
43. | Donnarumma stürmt aus seinem Tor und nimmt sich noch Dedic zur Brust, was reitet ihn denn da? Und deutet Italiens Keeper da einen Kopfstoß an? Italien muss irgendwie die Contenance bewahren. Es könnte noch viel schlimmer sein. Turpin lässt Gnade walten, der VAR meldet sich nicht, was noch gerade so in Ordnung geht.
41. | Jetzt weht nochmal ein ganz neuer Wind durch Zenica. Bastoni fliegt vom Platz! Ein Abschlag von Donnarumma ist fürchterlich zu kurz und wird direkt in seine Richtung zurückgeköpft. Memic ist vor Bastoni am Ball, der grätscht hinterher und verhindert so den freien Weg zum Tor für Memic. An dem Platzverweis gibt es nichts zu rütteln.
41. | Demirovic schraubt auf elf Abschlüsse und sein eigenes Konto auf vier. Sein Kopfball unter Bedrängnis findet aber auch nicht den Weg aufs Tor.
40. | Damit steht Bosnien-Herzegowina bei zehn Abschlüssen und fast 0,5 xGoals. Italien hatte zwei für 0,16. So richtig verdient ist Italiens Führung nicht. Bislang verläuft der Abend für die Gastgeber schlichtweg unglücklich.
38. | Demirovic vergibt die beste Torchance für Bosnien-Herzegowina! Bajraktarevic wird im rechten Strafraumeck von Dimarco gestellt, aber nicht attackiert. Mit einem schnellen Schritt nach innen verschafft sich der 21-Jährige Platz und flankt mit Zug zum Tor an den Fünfer. Dort setzt sich Demirovic durch, lässt den Ball über die Stirn gleiten. Und köpft nur einen halben Meter am linken Pfosten vorbei. Donnarumma stand wie angewurzelt.
37. | Das war nochmal ein bisschen gefährlicher: Memic rennt in eine weite Halbfeldflanke von der rechten Seite und kommt aus elf Metern zum Kopfball. Der ist aber ziemlich schwierig und segelt im hohen Bogen übers Tor.
34. | Die ganz große Aufregung aus der Phase nach dem Tor ist verflogen. Bosnien-Herzegowina ist bemüht, aktiv, umtriebig. Hat aber große Schwierigkeiten, sich klare Torchancen zu erspielen. Italien macht nicht viel. Das Tor war ein Geschenk, die Angriffe werden routiniert verteidigt, wenn immer möglich, wird Zeit und Druck aus dem Spiel genommen. Das läuft gerade ganz gut für die Squadra Azzurra.
31. | Nach 30 Minuten bekommt Italien schon Hinweise, das Zeitspiel nicht ausufern zu lassen. Erst ist es Donnarumma, der sich aufreizend viel Zeit lässt. Dann will Mancini seinen Einwurf einfach nicht einwerfen. Turpin macht deutlich, dass er das nicht lange dulden wird.
28. | Weiter nur die Gastgeber. Memic gibt schon den achten Torschuss ab. Vom Strafraumrand versucht er es per Kunstschuss, will Donnarumma im Fallen mit einem Heber übertölpeln. Das misslingt, er hebt den Ball übers Tor. Das sind viele Abschlüsse. Aber die sind nicht zwingend.
26. | Auf der andren Seite schießt Retegui außerhalb des Sechzehners flach in die Arme von Vasilj. Das war Italiens zweiter Torabschluss in der Partie. Mit dem ersten haben die Gäste die Führung erzielt.
24. | Der Eckball von der rechten Seite wird verteidigt, Bosnien-Herzegowina kann aber nochmal aufziehen und die Kugel segelt erneut von der rechten Seite ins Zentrum. Diesmal steht Katic völlig allein. Den Ball könnte er mit der Brust annehmen und kontrolliert abschließen. Er entscheidet sich aber für den gebückten Kopfball. Und der ist zu harmlos, um Donnarumma zu überwinden.
23. | Die Reaktion der Gastgeber ist also gut. Das Spiel hat nach Vasiljs Fehler echt an Fahrt aufgenommen. Nächster Abschluss von Dedic, der von halbrechts nach innen zieht und schlenzen will. Locatelli stellt den Fuß rein und blockt zur Ecke, schon die vierte für Bosnien-Herzegowina.
20. | Basic macht es besser, der hat Zielwasser getrunken: Einen abgewehrten Eckball von der rechten Seite feuert der Mittelfeldmann aus 16 Metern halbrechter Position direkt aufs Tor. Donnarumma reißt die Fäuste hoch und pariert dieses Geschoss sicher.
19. | Positiv, wie einige Teamkollegen nach dem kapitalen Torwartfehler direkt zu Vasilj gegangen sind, um ihn aufzubauen. Positiv auch, wie Bosnien-Herzegowina auf den Schock reagiert: mit Mut und Drang nach vorne. Katic köpft aber vorbei. Und Dzeko trifft das Tor aus 20 Metern auch nicht.
17. | Was für ein schwerer Fehler des bosnischen Keepers. Was für ein fürchterlicher Tag dafür. Das war ein echtes WM-Geschenk.
15. | Tooooor! Bosnien-Herzegowina - ITALIEN 0:1. Vor fünf Tagen der Held, jetzt der Depp: Vasilj wird von Retegui angelaufen, will den Ball wegschlagen, trifft ihn aber fürchterlich und legt ihn direkt Barella in den Fuß. Der legt 20 Meter vor dem Tor für Kean quer. Und der dreht den Ball mit dem ersten Kontakt aus 16 Metern wunderbar in den rechten Knick.
13. | Ui, da haben wir extra aufgebauscht, und dann sowas: Tonali schlägt die Ecke von der rechten Seite schnurstracks ins Außennetz. Das war nix.
12. | Mancini schiebt mal mit an und steckt halbrechts für Barella in den Strafraum durch. Barella will querlegen und wird direkt von Sunic geblockt, ein erster Eckball für die Squadra Azzurra springt aber immerhin bei raus.
11. | Beiden Teams fällt es so schwer, klar und strukturiert nach vorne zu spielen, Tiefe zu finden. Torszenen kommen also keine auf. Den Mittelkreis konnten wir dagegen bislang schon ziemlich gut inspizieren.
9. | Italien hat ein paar mehr Spielanteile, die tun aber nichts zur Sache: Die Anfangsphase verläuft maximal ausgeglichen. Stellenweise ist es hektisch und hitzig, der Ballbesitz wechselt ständig. Es kommt kaum Ruhe oder Ordnung ins Spiel.
7. | Und der Support wächst, wenn Bosnien-Herzegowina weiter mutig bleibt. Jetzt mit Demirovic, der sich halbrechts dem Sechzehner nähert und aus 20 Metern abzieht. Donnarumma pariert den zentralen Aufsetzer erst im Nachfassen.
6. | Da hatte Italien also durchaus schon etwas Glück, dass es nicht gleich die eiskalte Dusche setzte. In Rückstand geraten willst du als Favorit in diesem kleinen, engen, immens lauten Stadion wirklich nicht. Überhaupt, das Stadion: Das hat echte Ultra-Atmosphäre. Der Support ist eindringlich und allumfänglich. Und die italienischen Profis werden gnadenlos ausgepfiffen.
3. | Nach drei Minuten wird es erstmals brenzlig vor Donnarumma. Bajraktarevic und Dzeko stochern erst erfolglos links am Strafraumeingang, dann beweist Dzeko im Getümmel aber Übersicht und legt den Ball nach links in den Sechzehner, wo Memic eingelaufen ist. Der gibt den Ball direkt flach vors Tor. Wo Italien nur mit Mühe auf Kosten einer Ecke klären kann. Da muss eigentlich nur einer den Fuß reinhalten.
1. | Anpfiff im Stadion Bilino Polje in Zenice vom erfahrenen Top-Schiedsrichter Clement Turpin!
vor Beginn | Der Sieger dieses Duells übernimmt den Platzhalter, der bislang in der Gruppe B aufgestellt wurde. Dort warten Kanada, Katar und die Schweiz auf ihren dritten Vorrundengegner. Italien muss durch die gnadenlosen Mühlen der Playoffs, weil an Norwegen in der Qualigruppe kein Vorbeikommen war. Bosnien-Herzegowina konnte das entscheidende Gruppenfinale gegen Österreich nicht gewinnen und wurde ebenfalls nur Zweiter.
vor Beginn | Alajbegovic war es auch, der im Krimi gegen Wales den entscheidenden Elfmeter versenkte. Zuvor schickte Dzeko die Partie bei den Drachen erst spät in die Verlängerung, in der Elferlotterie avancierte neben Alajbegovic auch Vasilj mit einem gehaltenen Elfmeter zum Helden. Bosnien-Herzegowina hat also 30 Minuten und ein Elfmeterschießen mehr in den Knochen. Dafür hatten die Osteuropäer Glück bei der Auslosung: Sie dürfen das alles entscheidende Spiel um eines der letzten vier europäischen WM-Tickets zu Hause bestreiten.
vor Beginn | Mit Bosnien-Herzegowina trifft Italien nämlich auf einen ausgebufften wie gestandenen Gegner mit jeder Menge Talent. Ausgebufft, das ist allen voran Dzeko, der auch mit 40 Jahren ein zuverlässiger Torjäger ist und sein Land nach 2014 zum zweiten Mal zu einer WM-Endrunde führen will. Gestanden, das sind erfahrene Profis wie die (Ex-)Bundesligakicker Demirovic, Vasilj oder Kolasinac. Talentiert, das sind hoffungsvolle Nachwuchstalente wie Alajbegovic oder Bajraktarevic. Auch für sie bietet sich heute eine ganz große Chance.
vor Beginn | Das haben wir auch im Playoff-Halbfinale gegen ein harmloses und biederes Nordirland erkannt. Die erste Hälfte war die pure Verunsicherung und Mutlosigkeit. Der ganze Stiefel hat gebibbert angesichts des drohenden Scheiterns. In der zweiten Hälfte spielte sich die Squadra Azzurra dann aber frei. Tonali löste den Bann, der gute Kean sorgte für beruhigte Nerven. Das 2:0 war fair wie angemessen. Und beschert Italien nun das zweite und alles entscheidende K.o.-Spiel, allerdings gegen ein ganz anderes Kaliber.
vor Beginn | Italien hat Nordirland also mit 2:0 geschlagen, aber noch rein gar nichts gewonnen. Immer noch ist der Druck auf den Schultern von Chefcoach Gattuso und seinem Team immens hoch. Heute braucht es einen weiteren Sieg gegen Bosnien-Herzegowina, um nicht zum dritten Mal in Folge eine WM-Endrunde zu verpassen. Vorrundenaus 2010, Vorrundenaus 2014 und die verpassten Qualifikationen 2018 und 2022 lautet das Abschneiden des Grauen der stolzen Fußballnation. Die Sehnsucht am Stiefel ist groß.
vor Beginn | Italien wankte gegen Nordirland, vor allem im völlig gehemmten ersten Durchgang, fiel aber nicht. Am Ende hielt das Team von Trainer Gattuso dem enormen Druck stand, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit 2:0. Keine schlechte Idee also, seine Startelf unberührt zu lassen. Die kennen die Situation jetzt alle.
vor Beginn | So beginnt Italien: Donnarumma - Mancini, Bastoni, Calafiori - Politano, Barella, Locatelli, Tonali, Dimarco - Kean, Retegui.
vor Beginn | Bosnien-Herzegowina rettete sich im Playoff-Halbfinale gegen Wales spät in die Verlängerung, überstand die schadlos und setzte sich dann im Elfmeterschießen durch. Trotz der höheren Belastung im Vergleich zum heutigen Finalgegner wechselt Trainer Barbarez nur auf einer Position: Basic spielt für Tahirovic im Mittelfeld.
vor Beginn | So spielt Bosnien-Herzegowina: Vasilj - Dedic, Katic, Muharemovic, Kolasinac - Bajraktarevic, Sunjic, Basic, Memic - Dzeko, Demirovic.
vor Beginn | Herzlich willkommen bei der WM-Qualifikation 2026 zum Playoff-Finale zwischen Bosnien-Herzegowina und Italien.