Wales vs. Bosnien-Herzegowina begleiten wir natürlich auch, ansonsten lesen wir uns am Dienstag, wenn Italien das WM-Ticket buchen will. An dieser Stelle war es das. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin!
So atmet Italien vorerst durch, das sehen wir auf dem Rasen: Die Spieler und Trainer Gattuso wirken gelöst und sichtlich euphorisch. Sie freuen sich aufs Entscheidungsspiel am Dienstag. Dort geht es gegen Wales oder Bosnien-Herzegowina, das Spiel geht in diesem Moment in die Verlängerung. Auch das kein schlechtes Omen für den vierfachen Weltmeister.
Die erste Halbzeit war die befürchtete Wackelpartie mit einer angespannten und völlig blockierten Squadra Azzurra. Ein Spiel, das keinesfalls WM-würdig war. Die zweite Halbzeit war dann echt gut. In der hat Italien einen ungefährdeten 2:0-Sieg herausgespielt, der die Hoffnung von der WM-Teilnahme am Leben lässt. Nordirlands Plan war es, das Spiel so lange wie möglich auf 0:0 zu halten. Für den Fall eines Gegentores gab es dann keinen mehr.
90.+3. | Schlusspfiff, Italien lebt!
90.+2. | Shea Charles wuselt sich rechts mit etwas Glück am Gegenspieler vorbei und legt an die Strafraumkante zurück. Dort versemmelt Price seinen ziemlich freien Abschluss und schießt weit drüber.
90.+2. | Das hätte jetzt nochmal Anlass zur Brechstange gegeben, wäre der reingetrudelt. So verrinnt die dreiminütige Nachspielzeit.
90.+1. | Hoppla, fast kommt hier nochmal Würze rein. Nach einem Freistoß von Devenny nahe der rechten Eckfahne wird sechs Meter vor Donnarumma geflippert. Und der überraschte McConville, dem das Leder vor den Fuß fällt, schiebt den Ball nur knapp links am Tor vorbei.
90. | Italien spielt im Finalspiel am Dienstag gegen Wales oder Bosnien-Herzegowina, da riecht es mittlerweile nach Verlängerung, übrigens um den WM-Platz in Gruppe B, wo es der Sieger mit Gastgeber Kanada, Schweiz und Katar zu tun haben wird.
88. | Jetzt geht mit Kean der beste Spieler des Spiels und lässt sich vom friedvollen Publikum in Bergamo feiern. Raspadori bekommt noch ein paar Minuten.
86. | Jetzt ist alles bereit, jetzt kann es ausdümpeln. Praktisch ausgeschlossen, dass Nordirland hier noch zwei Tore schießt. Die Gäste sind auch seit dem Rückstand völlig harmlos. Donnarumma ist beschäftigungslos.
83. | Und Pisilli verschafft Tonali den vorzeitigen Feierabend.
83. | Den Sieg vor Augen, werden Italiens Schlüsselspieler rausgenommen. Sie werden am Dienstag gebraucht. Palestra kommt für Politano.
82. | Fünf Mal fehlte Kean die Präzision im Abschluss. Der sechste war der beste und passte haargenau. Das war ein feiner Treffer des wuchtigen Stürmers. Den hat er sich verdient.
80. | Toooor! ITALIEN - Nordirland 2:0. Kean bekommt sein Tor! Und Italien die Ruhe für die Schlussphase: Kean selbst macht einen langen Ball fest, dann sind Esposito und Tonali in Zweikämpfe verstrickt, wirklich herausgespielt ist das also nicht, eher zufällig fliegt der Ball im hohen Bogen rechts in den Strafraum zu Kean. Der schlägt gegen McConville einen schönen Haken nach innen und trifft diesmal präzise an den linken Innenpfosten und von dort ins Tor.
79. | Gleichzeitig wird auch Donley rausgenommen, Magennis betritt das Feld.
79. | Zwei Wechsel bei Nordirland: Reid kommt für Spencer.
79. | Na das wärs, per Fallrückzieher ins Entscheidungsspiel. Barella spielt nach einem Einwurf von rechts im Strafraum in die Mitte, wo Kean abhebt und spektakulär aus der Luft und mit dem Rücken zum Tor abschließt. Knapp vorbei.
78. | Auch gesundheitlich scheinen Italiens stellenweise angeschlagenen Nationalspieler alle durchzuhalten. Wobei Nordirland ihnen aber auch bei weitem nicht alles abverlangt. Jetzt können Tonali, Locatelli und Co. mit kontrolliertem Ballbesitz etwas Zeit von der Uhr und Schärfe aus dem Spiel nehmen.
76. | O'Neil grübelt an der Seitenlinie. Sein Team schlägt einen Freistoß aus 50 Metern Torentfernung vor den Strafraum, wo er unbeteiligt durchrutscht und ins Seitenaus tropft. Nordirland hatte im gesamten Spiel noch keine Torchance.
75. | Esposito ist seit seiner Einwechslung sehr gut im Spiel. Kean arbeitet viel, macht Bälle fest, hat Abschlüsse, aber noch kein Abschlussglück. Auch Italiens Stürmer wirken jetzt wichtiger und einflussreicher.
73. | Fast die Entscheidung. Nichts anderes wäre ein zweites Tor. Schöner Kopfball von Esposito, noch vor dem ersten Pfosten steigt er hoch und lenkt den Ball aus schwieriger Position aufs Tor. Pierce Charles ist geschlagen, einen Meter vor dem Tor steht aber Hume richtig und köpft die Kugel raus.
71. | Aber diese Nervosität, diese Wackelmomente ... Im Angriff kann Dimarco ein sehr gutes Zuspiel von Calafiori von der linken Außenbahn ins Zentrum nicht verarbeiten, der Ball verspringt. Und auf der anderen Seite wird Donnarumma zum Fehler gezwungen, fast spielt er dem anlaufenden Donley da den Ball in den Fuß. Der Gästestürmer hat Pech, dass ihm der Ball von den Hacken wegspringt.
70. | Vor dem Hintergrund der stellenweise kümmerlichen ersten Halbzeit ist die zweite der Squadra Azzurra echt ganz gut. Da waren jetzt schon einige gute Momente dabei. Mit der Führung im Rücken spielt es sich zudem einfacher. Nordirland wird gelockt. Und Gattuso coacht an der Seitenlinie mit allem, was er hat. Die Sinne sind geschärft.
68. | Erster Wechsel bei Nordirland: Mit Smyth kommt ein neuer Stürmer für Mittelfeldmann Devlin ins Spiel.
66. | Nächste Chance für Kean, der macht ein besseres Spiel als sein ausgewechselter Sturmpartner. Dessen Ersatz heißt wie erwähnt Esposito, und der schickt Kean in einer Umschaltbewegung mit dem ersten Kontakt aus dem Mittelkreis halbrechts in die Tiefe. Aus dieser Position hat es Kean eben schon probiert. Und auch jetzt scheitert er am guten Pierce Charles.
64. | Außerdem geht der schwache Retegui raus. Pio Esposito ist jetzt neu dabei.
63. | Die ersten Wechsel der Partie: Gatti kommt positionsgetreu für Bastoni, seines Zeichens der einzige Spieler, der verwarnt ist. Seit fünf Minuten aber erst. Auch das ist ein ganz gutes Indiz dafür, wie viel Nervosität hier herrscht.
61. | Im Parallelspiel ist Wales in Führung gegangen. Es wäre der Gegner für Italien am Dienstag. Wo die Ticket-Finals gespielt werden, wird übrigens noch ausgelost.
60. | Erst die zwei vergebenen Großchancen ihrer Stürmer, dann macht es mit Tonali der Mittelfeldchef persönlich. Durch die Chancen zuvor hat sich Italien diese Führung verdient. Die Aussicht ist jetzt gut, Nordirland ist nicht wirklich zuzutrauen, hier eine Druckphase aufzulegen. Gerade wirkt es so, als könnte die Squadra Azzurra nur noch an sich scheitern.
58. | Bastoni mit dem taktischen Foul gegen Donley nach seinem eigenen Stockfehler, zieht den Stürmer da an der Mittellinie von hinten um. Das gibt die erste Gelbe Karte in diesem Spiel.
56. | Tooooor! ITALIEN - Nordirland 1:0. Bergamo bebt, die Erlösung für Italien! Politano mit der Flanke von rechts. Die köpft Price zentral an die Strafraumgrenze. Eine schlechte Idee. Dort lauert nämlich Tonali. Und der trifft seine Direktabnahme optimal und schickt den Ball mit wunderbarer Schusstechnik unhaltbar ins rechte Eck.
55. | Und nochmal Italien, diesmal der andere Stürmer: Tonali gewinnt im Mittelkreis den Ball gegen Ganbraith, leitet dann den Gegenstoß ein und spielt Kean halbrechts an. Der schießt flach gen rechtes Eck, wo Pierce Charles stark pariert.
54. | Auweia, Retegui verstolpert. Ein schlimmer Abspielfehler Richtung eigenes Tor von Devlin landet direkt in seinem Lauf. Retegui hat freie Bahn, der erste Kontakt ist aber so grauenhaft, dass er frontal in den rausrückenden Pierce Charles rennt. Was für eine Großchance, wie kläglich liegengelassen.
53. | Kurz ausgeführt, dann hebt wieder Galbraith den Ball in die Box. Donnarumma wischt ihn weit vor seinem Tor aus dem Sechzehner. O'Neil bejubelt die Szene klatschend.
52. | Der Freistoß wird kurz ausgeführt, dann hebt Galbraith den Ball in den Sechzehner, wo Bastoni zur Ecke klärt. Das ist ein Upgrade zum zentralen Freistoß. Schauen wir also auch da drauf.
51. | Auf der einen Seite will Kean einen Elfmeter schinden, das gehört sich nicht. Auf der anderen läuft Donley den zaghaften Konter und wird von Bastoni gelegt. So gibt es Freistoß für Nordirland 40 Meter zentral vor dem Tor.
49. | Statistisch betrachtet war das sogar der fünfte Abschluss der Nordiren. Fragt nicht uns, wo die anderen vier im ersten Durchgang herkamen.
48. | Das dürfte Nordirlands erster konkreter Torschuss gewesen sein: Hume sichert einen zweiten Ball, gleich zwei Mal sogar, beim zweiten Mal legt er sich den Ball von der Brust aufs Knie auf den Spann und zieht aus 20 Metern ab. In etwa so weit gehts auch übers Tor.
47. | Beide Teams sind unverändert aus der Pause gekommen. Und das verwundert vor allem auf italienischer Seite dann doch. Da war der Einsatz wichtiger Spieler wie Tonali, Barella oder Politano vor dem Spiel äußerst fraglich. Sie alle haben bewiesen, dass sie nicht in bester körperlicher Verfassung sind.
46. | Weiter geht's.
Halbzeit | Das Playoff-Halbfinale zwischen Italien und Nordirland liefert uns genau das, was wir erwartet haben: ein einziges Gewürge. Nordirland ist nur daran interessiert, das Spiel offen zu halten, sprich kein Tor zu kassieren, in der Hoffnung, dass später auf der anderen Seite irgendwann einer reinfällt. Und Italien spielt angespannt, gehemmt, ängstlich und ideenlos. Von Lockerheit keine Spur, wo soll sie auch herkommen. Ein Spiel auf ganz schwachem Niveau, das sehr wahrscheinlich trotzdem noch sehr lange sehr spannend bleiben wird.
45.+2. | Fast direkt danach ist Pause.
45.+1. | Einen Abschluss hat diese Nachspielzeit tatsächlich aber noch parat: Weiter Ball rechts in den Strafraum, den erläuft Retegui, der sofort schießt. Zentral auf Pierce Charles, der seinen zweiten Ball parieren muss.
45.+1. | Eine Minute Zeitverschwendung gibts noch obendrauf. Und es wird noch etwas mehr sein, denn die erste Hälfte dieser Minute muss Makkelie dafür aufwenden, nach einem Foul von Calbraith an Mancini zwischen Bastoni und Donley zu schlichten.
44. | Mal was von Nordirland. Denkste. Devlin flankt von der rechten Seite aus über 50 Metern Torentfernung hinters Tor. Da dreht sogar O'Neil Richtung Trainerbank ab.
42. | Und Ecken erscheinen das einzige Mittel heute, um ein Tor zu erzielen. Dimarco von rechts also, der wechselt sich mit Tonali ab, Bastoni köpft am ersten Pfosten einen guten Meter übers Tor.
41. | Keine Dribblings, keine Tiefe, kein Tempo, weder in den Handlungen, noch in den Beinen: Die Grundlinie wird so überhaupt nicht angelaufen. Politano straft uns dann kurz mal Lügen und zieht auf der rechten Seite an, wird aber zur Ecke abgegrätscht. Schon die achte für Italien in diesem Spiel.
38. | Retegui verlängert einen Ball von Politano in die Spitze zu Kean. Der dreht sich und feuert aus 20 Metern halbrechter Position drauf. Das ist die zweitbeste Chance im gesamten Spiel. Drei Meter über den rechten Winkel.
37. | Auch diese Atmosphäre ... Hexenkessel und unerlässlicher und bedingungsloser Support ist anders. Das ist echt Anspannung pur. Und das färbt auf die Profis ab.
35. | Und die dann wiederum folgende Tonali-Ecke können wir uns schenken.
34. | Also hangeln wir uns weiter von Eckball zu Eckball. Jetzt mal Tonali von rechts. Bastoni kommt da ran. Köpft aber nur Spencer an, von dem tickt der Ball eineinhalb Meter am Tor vorbei.
33. | Wir würden gerne mehr Szenen schildern, aber es gibt einfach keine. Vielleicht jetzt, die die hat aber auch nichts mit Fußball zu tun. Barella will einen Einwurf schnell ausführen, Prica nervt ihn und boxt die Kugel ein bisschen weg. Da kommt es für drei Sekunden zur Konfrontation, die sich schnell auflöst.
31. | Nach etwas über einer halben Stunde haben wir Ansätze für 0,29 xGoals gesehen. Von beiden Teams zusammenaddiert, wohlgemerkt. Das ist dünn, sehr dünn.
29. | Bastoni mit der weiten Flanken von der rechten Seite, die nimmt Dimarco links im Strafraum nochmal volley. Wird geblockt, aber das war seit langer Zeit nochmal ein Abschluss. Bei der Ecke wird dann kurz etwas geprüft. Bevor wir Einsicht bekommen, worum es da geht, geht das Spiel aber auch schon weiter.
27. | Stellenweise darf Nordirland ein paar Spielanteile sammeln, für einen offensiven Antrieb sorgt das aber nicht. Alles bei den Gästen steht unter der Prämisse, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Wird sich O'Neil bei den Nordmazedoniern vor vier Jahren abgeschaut haben. Da traf Trajkovski per Weitschuss in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Trajkovski, der Teufelskerl. Wer kennt ihn nicht.
24. | Wir sehen, es gibt so viel zu erzählen zu dieser italienischen Wackelmannschaft. Gott sei Dank, denn das Spiel gibt echt nicht viel her. Italien hat den Faden der guten Anfangsphase längst verloren. Nordirland wird nicht unzufrieden sein.
22. | Tonali, Barella und Locatelli bei der Arbeit zuzusehen, macht schon ziemlich viel Spaß. Das sind Profis, für die man ins Stadion geht. Aber was ist mit der Reihe davor? Da spielt mit Kean der gefährlichste italienische Stürmer der Serie A. Tore für Florenz, Sechzehnter, Abstiegskampf: acht. Daneben steht Retegui, der hat immerhin in den sechs Gattuso-Spielen der Squadra Azzurra fünf Mal getroffen. Spielt mittlerweile in Saudi-Arabien. Und da spielt aus bekannten Gründen seit drei Wochen gar keiner mehr.
20. | Das Spiel hat sich eingependelt, allerdings auf einem ziemlich lahmen Niveau. Das Tempo ist überschaubar, der Fokus auf Fehlervermeidung groß. Bloß nicht in Rückstand geraten. Die Strafräume sind Tabuzonen.
17. | Sechs Grad und ein echt nieselig-fieses Wetter in der Lombardei. Locatelli trägt sogar Handschuhe. Alles, was hilft.
15. | Von der rechten Seite kommt der Ball mit Schnitt zum Tor rein. Bastoni springt drunter her, Donnarumma bleibt auf der Linie. So tickt der Ball im Fünfer auf und rutscht hinten durch. Das war nicht ungefährlich.
14. | Vorsicht ist aber trotzdem geboten für Italien: Der erste Eckball für Nordirland!
13. | Viel Ballbesitz für Italien, mit vielen Pässen wird sich eifrig in den Raum 40 Meter vor dem gegnerischen Tor geschoben. Und von dort segeln die Halbfeldflanken in aller Regelmäßigkeit in den Sechzehner. Das Rad wird die Squadra Azzurra heute nicht neu erfinden, das erkennen wir jetzt schon, aber wenn sich Nordirland weiter so passiv zeigen wird, ist das eine Frage der Zeit, bis einer reinfällt.
10. | Zehnte Minute, dritte Ecke Dimarco. Abgewehrt, dann das Stürmerfoul von Locatelli. Aber das ist durchaus ein Dauerdruck, unter dem die nordirische Elf steht. Pierce Charles nimmt mal etwas Druck raus, indem er sich schön viel Zeit bei seinem weiten Abschlag lässt.
9. | Alles in allem ist das also ein echt guter Start der italienischen Mannschaft, die da gerade die Führung hat liegen lassen. Nordirland lässt ganz schön was zu. Und ist an eigener Spielbeteiligung überhaupt nicht interessiert.
7. | Wieder so eine weite Ecke, eigentlich vertan, eine Bogenlampe und drei Kopfbälle später zieht aber der nachgerückte Dimarco von links im Sechzehner volley ab. Pierce Charles muss den parieren, wehrt nach vorne ab. Wo Retegui und Tonali drei Meter vor dem Tor haarscharf verpassen.
6. | Ganz schön krummes Ding von Dimarco von der linken Seite, verhebt sich, und klatscht der Ball da an den Pfosten? Durchaus, der Außenpfosten, Pierce Charles wird da fast übertölpelt. Daraus entsteht noch ein weiterer Eckball.
6. | Die folgende Ecke schlägt Dimarco hinter den langen Pfosten. Ob sie da wirklich hin sollte? Tonali hält noch im Rückwärtslaufen den Kopf ran, köpft aber nur im Bogen rechts am Tor vorbei. Die ersten zwei Torabschlüsse hat Italien so aber trotzdem offiziell gesammelt.
4. | Und machen wir uns nichts vor, wer etwas anderes als eine Hängepartie erwartet, sollte woanders einschalten. Hier wird es Kampf, Einsatz und Leidenschaft geben. Und der Ball wird viel Flugzeit haben. So wie jetzt beim langen Flugball von Locatelli, den Kean rechts am Sechzehner schön runternimmt. Sein Schuss wird dann zur ersten Ecke der Partie geblockt.
3. | Die italienische Hymne war wie immer weltmeisterlich. Und wenn man Gattuso und Buffon da so Arm in Arm an der Seitenlinie sieht, kommen schon leichte 2006er Vibes auf. Die Weltmeister wollen Italien wieder dahin führen, wo es sich selbst sieht. An die Spitze. Die hat die Squadra Azzurra ganz schön aus den Augen verloren. Da hat selbst der EM-Titel 2021 nichts dran geändert.
1. | Viel Verantwortung trägt heute natürlich auch das Schiedsrichterteam. Das wird von Danny Desmond Makkelie aus den Niederlanden angeführt und wir wünschen ihm viel Erfolg dabei. Die Hängepartie hat begonnen!
vor Beginn | Noch ein Wort zum Spielort: Italien tritt als einer der Gruppenzweite der Qualigruppen in den Playoffs an und genießt dadurch Heimrecht in diesem Halbfinale. Dafür wurde aber nicht etwa ein Tempel wie das Olimpico oder San Siro gewählt. Sondern das kleine Gewiss Stadium in Atalanta. Und das ganz bewusst: Es soll eine enge, kämpferische, je nach Spielverlauf hitzige Atmosphäre entstehen, so die Hoffnung von Gattuso, der den Ort selbst auswählte. Und im Falle eines drohenden Scheiterns soll keine Negativität aufkommen, die riesige Stadien schon mal mitbringen. Und hemmen könnte.
vor Beginn | Der Fokus liegt aber naturgemäß auf der italienischen Mannschaft. Die wird von Gennaro Gattuso trainiert, eine Fußball-Persönlichkeit, die problemlos bei den genannten Granden eingereiht werden kann. Seit sechs Spielen steuert er das wankende Schiff des Europameisters von 2021. Hat alle Spiele gewonnen, außer eben das Rückspiel gegen Norwegen (im verpatzten Hinspiel coachte noch der völlig verlorene Luciano Spalletti). Das Spiel heute bezeichnete er als das wichtigste seiner gesamten Trainerlaufbahn. Und untertreibt damit nicht. Wenns gut geht, wird es diese persönliche Rangliste nur fünf Tage lang anführen.
vor Beginn | In der Qualigruppe ist eine tapfere, fußballerisch aber doch limitierte Elf als Dritter hinter Deutschland und Slowakei eingelaufen. Nordirland bescherte der DFB-Elf allerdings Schützenhilfe, als das Hinspiel gegen die Slowakei gewonnen wurde. Als Nachrücker aus der UEFA Nations League greift das Team nach dem Strohhalm, der sie in die USA, nach Kanada und Mexiko ziehen soll.
vor Beginn | Nordirland ist das Schweden und Nordmazedonien heute. Der große Außenseiter. Und wird genau darin seine Chance sehen. 1958, 1982 und 1986 war Nordirland mal bei einer WM-Endrunde dabei, sollte es das kleine Land 2026 schaffen, wäre das ähnlich sensationell wie die bereits unten genannten Debütanten.
vor Beginn | Das funktioniert simpel wie spannend: Heute muss Italien gegen Nordirland gewinnen, sonst ist Land unter. Und dann muss Italien am Dienstag gegen Wales oder Bosnien-Herzegowina gewinnen, sonst ist Land unter. Zwei Siege für das WM-Ticket, komme, was wolle, egal wie, egal wie lange es dauert. Das klingt machbar? Dachten sie in Italien 2018 auch, und scheiterten an Schweden. Dachten sie 2022, passiert ihnen nicht nochmal. Und verloren zu Hause gegen Nordmazedonien.
vor Beginn | Italien hat seinen Quali-Meister dagegen in Norwegen gefunden. Zwei Mal sah die Squadra Azzurra kein Land gegen die starken Haaland, Ödegaard und Co, verlor mit 0:3 und 1:4. Da half es auch nichts, dass alle anderen Partien gegen Israel, Estland und Republik Moldau gewonnen wurde. Es geht zum dritten Mal in Folge ins Playoffturnier.
vor Beginn | Wir könnten ja spotten: Da weitet die FIFA ihre Weltmeisterschaft extra schon auf historische 48 Teams aus, die uns ab dem 11. Juni unglaubliche 104 Spiele in sechs Wochen bescheren werden, und Italien schafft es trotzdem nicht, sich zu qualifizieren. Anders als Usbekistan, Jordanien, Kap Verde, Curacao. Die sind alle schon durch und dürfen im Sommer debütieren.
vor Beginn | Der ganze Stiefel zittert. Wer sich 2018 beim Turnier in Russland schon die Augen rieb und 2022 ein Turnier in Katar ohne Italien für den Super-GAU hielt, sollte mal überlegen: Was bedeutet es, wenn die Squadra Azzurra auch 2026 und damit zum dritten Mal in Folge eine WM-Endrunde verpassen sollte? Das Italien, das vier Mal Weltmeister wurde, darunter 2006 in Deutschland. Das uns Granden des Sports wie Baggio, Maldini und Buffon beschert hat. Das Rekorde gebrochen hat. Das an Fußballstolz kaum zu überbieten ist. Der Druck ist immens.
vor Beginn | Nordirland dagegen gewann das abschließende Qualigruppenspiel mit 1:0 gegen Luxemburg. Trainer O'Neill tauscht heute unter anderem im Tor: Pierce Charles spielt für Hazard. Außerdem sind Hume, Spencer, Devlin, Shea Charles und Devenny neu in der Startelf. Sie ersetzen Brown, Bradley, Lyons, McDonnell und Lewis. Fünf Veränderungen, mit denen das gesamte Mittelfeld samt Außenbahn ausgetauscht wird. Mit Liverpools Bradley ist ausgerechnet der beste und prominenteste Spieler Nordirlands verletzt.
vor Beginn | So beginnt Nordirland: P. Charles - Hume, McNair, McConville - Spencer, Devlin, S. Charles, Devenny - Galbraith, Donley, Price.
vor Beginn | Der letzte Auftritt Italiens war das verpatzte 1:4 im abschließenden WM-Quali-Spiel zu Hause gegen Norwegen am 16. November des Vorjahres. Trainer Gattuso nimmt im Vergleich dazu heute di Lorenzo (verletzt), Frattesi und Esposito aus seiner Startelf. Dafür spielen Calafiori, Tonali und Kean von Anfang an.
vor Beginn | So spielt Italien: Donnarumma - Mancini, Bastoni, Calafiori - Politano, Barella, Locatelli, Tonali, Dimarco - Kean, Retegui.
vor Beginn | Herzlich willkommen bei der WM-Qualifikation 2026 zum Playoff-Halbfinale zwischen Italien und Nordirland.