Das wars an dieser Stelle und mit dem Länderspieljahr 2025. Vielen Dank fĂĽr das Interesse und bis zum nächsten Mal!Â
In den anderen Gruppen haben sich heute noch wie erwartet die Schweiz, Spanien und Belgien und etwas ĂĽberraschend Schottland, das Dänemark besiegen konnte, fĂĽr die WM qualifiziert. Damit enden die European Qualifiers. Im FrĂĽhjahr nächsten Jahres werden in den Playoffs dann die letzten europäischen Tickets vergeben.Â
Denn durch das Remis verteidigt Ă–sterreich die Tabellenspitze zum Abschluss der Qualifikationsgruppe H. Bosnien-Herzegowina läuft mit zwei Punkten weniger als Zweiter ein und muss sich in den Playoffs im März 2026 versuchen, erstmals seit 2014 auf den WM-Zug aufzuspringen. Ă–sterreich dagegen ist das neunte Mal insgesamt und das erste Mal seit 1998 wieder bei einer WM-Endrunde dabei.Â
Ein Spiel, das von der ersten bis zur letzten Sekunde von Emotionen, Hektik, Spannung und Dramaturgie geprägt war, endet mit einem gerechten 1:1. Bosnien-Herzegowina konnte die unverhoffte frĂĽhe FĂĽhrung mit Geschick, aber auch viel GlĂĽck, lange verteidigen. Am Ende fiel die Festung aber und der eingewechselte Gregoritsch stocherte die Alpenrepublik mit seinem goldenen Tor zur FIFA-WM nach Nordamerika.Â
90.+4. | Kolasinac, der seinem Nationalteam heute angeschlagen nicht helfen konnte, sieht nach Abpfiff noch Gelb. Geschenkt. Es hat auf die rot-weiĂź-rote Party und die blaue Trauer keinen Einfluss.Â
90.+4. | Schlusspfiff, Unentschieden, Ă–sterreich fährt erstmals nach 28 Jahren zur FIFA-WM!Â
90.+3. | Zwei AbschlĂĽsse nur von Bosnien-Herzegowina im zweiten Durchgang. Es wirkt nicht so, als käme ein weiterer, gar entscheidender dazu. Ă–sterreich bekommt es durchverteidigt.Â
90.+2. | Alaba macht an der Seitenlinie fast so viele Meter wie seine Teamkollegen auf dem Feld. Der gesamte Ă–FB-Kader ist angestachelt, keiner sitzt mehr. Jede klärende Aktion wird der WM-Triumph bejubelt.Â
90.+1. | Vier Minuten Nachspielzeit. Vier Minuten Spannung, Hektik und Aufregung pur.Â
89. | Die Entscheidung? Nein, Gregoritsch scheitert an Vasilj! Eigentlich ist es Bosnien-Herzegowina, das angreift, kommt mit Alajbegovic ĂĽber die linke Seite. Dessen Querpass kommt zu Lienhart, der prĂĽgelt den Ball aus dem eigenen Sechzehner. Der Befreiungsschlag rutscht gegen aufgerĂĽckte Bosnier durch, Gregoritsch hetzt hinterher, muss aber schon aus ĂĽber 16 Metern aus schwieriger Position schieĂźen, sonst wird er eingeholt. Und kann den guten Vasilj nicht ĂĽberwinden.Â
88. | Aber Ă–sterreich scheint auf einem guten Weg zu sein. Bosnien-Herzegowinas Antwort bleibt aus, die Gäste haben es schwer, nach vorne zu kommen, schaffen es kaum zur Mittellinie. Dzeko bekommt kaum mal einen FuĂź an den Ball, kann so all seine Erfahrung und Routine und Klasse nicht einbringen. Der Kapitän ist abgenabelt vom Spiel.Â
86. | 1,21 xGoals und immer noch 70 Prozent Ballbesitz bei 9:7 AbschlĂĽssen untermauern, dass das 1:1 abseits der brisanten Ausgangssituation das einzig richtige Zwischenergebnis ist. Jene Ausgangssituation bringt es aber mit, dass das Pendel jederzeit noch in beide Richtungen ausschlagen kann.Â
84. | Und Hadziahmetovic spielt fortan fĂĽr Tahirovic.Â
84. | Mit Alajbegovic ist wieder ein zweiter StĂĽrmer neben Dzeko dabei, Sunjic verlässt das Feld.Â
84. | Also kommt Bazdar fĂĽr Malic.Â
83. | Was fällt Bosnien-Herzegowina jetzt noch ein? Die Gäste machten seit ihrem glĂĽcklichen FĂĽhrungstreffer nicht den Eindruck, als wären sie in der Lage, heute ein zweites Mal zu treffen. Drei neue Spieler sollen helfen, diesen Eindruck zu ändern.Â
82. | EnergiebĂĽndel Arnautovic hat genug Energie gebĂĽndelt. Schöpf kommt fĂĽr die letzten zehn Minuten ins Match.Â
79. | Wien explodiert. Das Tor hat immense Wucht entfaltet. Und es stellt sich sachlich eingeschätzt nicht die Frage, ob das 1:1 verdient ist. Eine hitzige Schlussphase steht uns bevor.Â
77. | Tooooor! Ă–STERERICH - Bosnien-Herzegowina 1:1. Geschrei, Aufruhr, Panik - und am Ende drĂĽckt Gregoritsch den Ball ĂĽber die Linie! Und nur so kann Ă–sterreich hier scheinbar zum erlösenden Treffer kommen: glĂĽcklich. Sabitzer flankt vom linken Strafraumeck. Arnautovic läuft ein, kommt nicht ran, behindert Vasilj aber, der Ball tickt auf und springt an die Latte. Vasilj, auf dem Boden sitzend, wischt ihn danach aus seinem FĂĽnfer. Gregoritsch stochert erfolgreich nach.Â
75. | Aber auch Bosnien-Herzegowina muss natĂĽrlich viel Arbeit leisten, um hier alles zu verteidigen. Dann sorgt Malic mit seinem Ballgewinn und seinem schleppenden Lauf bis links vor den Sechzehner fĂĽr Entlastung. FragwĂĽrdig, wie lang er da nicht angegriffen wird. Dann kann Lienhart klären, wenig später springt Posch der Ball aber an die Hand. Auch das bringt den Gästen kostbare Zeit ein.Â
73. | Die Zeit verrinnt. Ă–sterreich braucht dieses eine Tor. Wird es echt ein Drama bis zur letzten Minute? Und wie viel Energie hat Ă–sterreich noch im Tank? Der Aufwand ist enorm. Der Ertrag ist gering.Â
71. | Das unauffällige LänderspieldebĂĽt fĂĽr Karic endet mit Muskelkrämpfen. Der gebĂĽrtige Linzer muss angeschlagen ausgewechselt werden, Mujakic kommt fĂĽr die Gäste neu ins Spiel.Â
69. | AuĂźerdem ist Posch neu dabei. Mwene verlässt das Feld, Dauerrenner Laimer rĂĽckt von der rechten auf die linke Seite. Und Posch stellt sich hinten rechts auf.Â
68. | Rangnick reagiert mit den nächsten beiden neuen Spielern. Schmid soll wuseln und kommt fĂĽr X. Schlager.Â
68. | Aber Ă–sterreichs AbschlĂĽsse haben wieder stark nachgelassen. X. Schlager jetzt nochmal aus der Distanz, aber abgeblockt. Danach X. Schlager im Luftkampf nach der weiten Flanke von Lienhart, aber er bekommt den Ball nur ungefährlich quergeköpft. Echte Torchancen sind das nicht.Â
67. | Aber es ist auch nur ein Tor, das den Unterschied macht. Ein Remis reicht Ă–sterreich ja. Ein Tor, das angesichts von 0,83 xGoals bis hierhin durchaus schon hätte fallen können. Beziehungsweise ja streng genommen auch schon gefallen ist. Bosnien-Herzegowina bewegt sich auf enorm glattem Eis.Â
65. | Wissen wir also, wohin die bosnische Reise in den letzten 30 Minuten gehen soll: Massiv vors eigene Tor, und von dort direkt nach Nordamerika. Bislang geht das immer noch auf. Weil Ă–sterreich unverändert kaum ein Mittel gegen den Stress der Gegebenheiten findet und sich immer wieder festspielt.Â
63. | Wenig später wird auch bei Bosnien-Herzegowina erstmals gewechselt: Tabakovic pusht gefĂĽhlt nochmal jeden Teamkollegen höchstpersönlich auf seinem Weg vom Rasen und nimmt so reichlich Sekunden von der Uhr. Barbarez bringt den zentralen Mittelfeldmann Gigovic fĂĽr den BundesligastĂĽrmer.Â
59. | Mit Wimmer nimmt Ă–FB-Coach Rangnick etwas ĂĽberraschend seinen agilsten Offensivmann als Ersten vom Feld. Mit Gregoritsch stellt sich ein zweiter echter StĂĽrmer neben Arnautovic. Â
58. | Es bleibt hektisch, es bleibt chaotisch. Vasilj boxt einen Ball aus seinem FĂĽnfer, erwischt im Nachgang dann den nachsetzenden X. Schlager, der leicht und handelsĂĽblich getroffen wird und daraus einen Elfmeter schinden will. Den kriegt er nicht, obwohl sogar das Spiel unterbrochen wird, so lang bleibt der RB-Profi extra in Vasiljs FĂĽnfer liegen. Dessen Aktion war aber einwandfrei. Â
56. | Ă–sterreichs folgender FreistoĂź bringt nichts ein. Wenig später gibt es aber den nächsten schmeichelhaften Foulpfiff fĂĽr die Ă–FB-Elf, als Tahirovic leicht gegen Laimer zieht, aber eigentlich rechtzeitig wieder loslässt und auch am Ball ist. Doch auch dieser FreistoĂź bringt keinen Ertrag. Sabitzer hebt den Ball sanft in den Sechzehner, findet aber nur abwehrende Köpfe.Â
54. | Arnautovic hat den Kopf tief und Hadzikadunic das Bein hoch. Arnautovic wird ordentlich erwischt, rennt und stĂĽrzt aber mehr in Hadzikadunic rein, der lediglich den Ball rechtzeitig wegprĂĽgelt. Pinheiro wertet es als Foul des ehemaligen HSV-Profis und zeigt ihm Gelb. Was nicht unbedingt die richtige Entscheidung ist.Â
53. | Es geht also direkt so weiter, wie es aufgehört hat. Furios und brisant. Jetzt wieder Ă–sterreich mit der gefährlichen Flanke von links, die verpasst Arnautovic im Zentrum nur haarscharf. Im Nachgang kann der auffällige und gefährliche Wimmer aus 20 Metern abziehen. Knapp vorbei.Â
51. | Aber Obacht vor den zwar wenigen, aber brandheiĂźen Strafraumszenen der Gäste. Lienhart klärt den Ball nur unzureichend, der prallt von einem gegnerischen Bein direkt zurĂĽck nach links in den Strafraum, wo Dzeko ihn aufnimmt und querspielt. A. Schlager kommt nicht ran, dahinter steht Danso mehr zufällig als gewollt vor Tabakovic richtig, der nicht dachte, dass der Ball durchkommt. Er hätte ihn nur einschieben mĂĽssen. So kann A. Schlager die frei liegende Kugel im Nachhinein aufnehmen.Â
50. | Die nächste Flanke kommt von Mwene von der linken Seite. In die rennt Wimmer mit dem Kopf voraus, er bekommt seinen Kopfball unter Bedrängnis von Karic aber nicht aufs Tor gedrĂĽckt.Â
49. | Das war doch zum Beispiel wieder gar nicht so schlecht: Arnautovic wird mit einem Steckpass rechts im Strafraum gefunden und kann mit der Hacke Richtung Laimer zurĂĽcklegen. Sunjic ist gerade rechtzeitig zur Stelle und kann den Passweg unterbinden und klären. Wenig später schlägt Sabitzer eine Flanke in Vasiljs Arme.Â
48. | Wie viel Struktur und Ordnung bekommt Ă–sterreich angesichts dieser ganzen Unruhe und Hektik, die seit Sekunde eins herrschen, ins Angriffsspiel? Davon wird es abhängen, ob die kommenden Vorstöße so gefährlich werden wie in den letzten zehn Minuten oder den 35 davor.Â
46. | Der zweite Durchgang beginnt. Ohne personelle Veränderungen.Â
Halbzeit | Es herrscht Drama pur in Wien. Bosnien-Herzegowina kam nach einem guten Start Ă–sterreichs zur glĂĽcklichen frĂĽhen FĂĽhrung durch Tabakovic, seitdem war es lange ein verkrampftes Anrennen, das das Ă–FB-Team bot. Bis sich das Spiel und der Druck ab der 35. Minute zu lösen schien. Laimer erzielte in der Folge den verdienten Ausgleichstreffer, den Schiedsrichter Pinheiro aber nach Videostudium wegen eines Fouls im Vorfeld zurĂĽcknahm. Eine Entscheidung, die fĂĽr viele Diskussionen sorgen wird, sollte es bei diesem knappen Spielstand bleiben. Noch hat Ă–sterreich aber 45 Minuten Zeit, um das abzuwenden.Â
45.+4. | Laimer will nicht in die Kabine und diskutiert mit Schiedsrichter Pinheiro energisch ĂĽber seinen aberkannten Treffer. So lange, bis er die Gelbe Karte dafĂĽr sieht.Â
45.+4. | Halbzeit.Â
45.+3. | Das wird fĂĽr Diskussionen sorgen, so viel ist jetzt schon sicher. Sechs Pässe und fast 30 Sekunden lagen zwischen Laimers Ballgewinn und dessen Torschuss zum vermeintlichen 1:1. Die Nachspielzeit steht im Zeichen dieser Szene und ist ein einziges unorganisiertes Chaos.Â
45.+1. | Wow, das ist unglaublich bitter fĂĽr das Ă–FB-Team. Der Treffer zählt nicht. Weit im Vorfeld des Tores hat Laimer mit einem leichten Check in den RĂĽcken von Memic fĂĽr dessen Sturz gesorgt. Ja, das ist durchaus ein Foul, das man geben kann, aber keinesfalls muss. Und es war SO weit weg von der Torerzielung, das dessen ZurĂĽcknahme äuĂźerst kritisch zu sehen ist.Â
44. | Das bahnte sich an. Und das ist verdient: Mit einem tollen Angriff gleicht Ă–sterreich aus. Sabitzer rennt sich vermeintlich auf der linken Seite fest, zieht aber Gegenspieler auf sich und kriegt den Ball zu Seiwald in den RĂĽckraum gelegt. Der spielt einen scharfen und tiefen Pass zu Arnautovic, der lässt in bester Wandspieler-Manier fĂĽr Laimer klatschen. Und der schieĂźt aus 16 Metern per Flachschuss unten links ein. Aber zählt der Treffer? Der VAR hat was zu meckern.Â
41. | Und gleich noch ein guter Moment fĂĽr die Gastgeber: Wimmer spielt erst den Fehlpass, setzt dann aber gegen den unglĂĽcklichen Malic nach und prescht wie Sabitzer vorhin zur linken Grundlinie. Wieder warten Baumgartner und Arnautovic im Zentrum auf die Vorlage. Diesmal steht aber Hadzikadunic im Weg. Â
38. | Aber der Knoten scheint sich etwas zu lösen. Sabitzer stellt die nächste Szene selbst scharf mit seinem Pass an die linke AuĂźenbahn zu Mwene, geht dann steil Richtung Grundlinie und wird direkt bedient. Er kommt mit Schwung und Matic hinkt hinterher. Der Mix aus Querpass und Abschluss aus spitzem Winkel prallt dann aber an der FuĂźabwehr von Vasilj ab. Arnautovic und Baumgartner warteten im Zentrum.Â
37. | Aber das war schnell, direkt und kreativ gespielt von den (Ex-)Bundesligaprofis Schlager, Sabitzer, Baumgartner, Arnautovic, Seiwald. Das erste Mal wurde der bosnische Abwehrriegel spielerisch entzerrt. Es reichte nur fĂĽr einen schwierigen Distanzschuss. Das allein zeigt, wie schwer es Bosnien-Herzegowina der verkrampften Alpenrepublik gerade macht.Â
35. | Seiwald zieht ab! Und das ist sie dann, die erste echte Torchance fĂĽr das Ă–FB-Team. Der Angriff läuft ĂĽber links. Schlager, Sabitzer und Baumgartner sind da im guten, direkten Zusammenspiel. Baumgartner spielt dann tief auf Arnautovic, der lässt am Strafraumrand mit der Hacke zwei Meter nach innen klatschen fĂĽr Seiwald, der schieĂźt aus zentraler Position wuchtig aufs Tor. Doch Vasilj ist beim zu zentralen Schuss zur Stelle und pariert sicher zur Seite weg.Â
33. | Auch das war also kaum der Rede wert. Trotzdem ist das hier alles andere als langweilig. Irre, wie spannend ein Spiel sein kann, obwohl rein sportlich rein gar nichts passiert. Nervosität, Druck und Verunsicherung prägen das Geschehen durch und durch. Â
31. | Ein Torschuss - allerdings fĂĽr Bosnien-Herzegowina! Baumgartner dribbelt hinter dem Mittelkreis auf, verliert aber schnell den Ball an Sunjic. Und der Gegenangriff läuft. Wimmer grätscht Dzeko ab, der ist wahrlich nicht mehr der Schnellste, der Ball rollt aber Memic am Strafraumrand vor die FĂĽĂźe. Der wiederum wird von Danso abgelaufen, der legt die Kugel aber auch nur in den FuĂź von Bajraktarevic. Und der schieĂźt gut drei Meter zu hoch.Â
30. | Trotz der Ereignislosigkeit ist das Spiel extrem kurzweilig, dafĂĽr sorgt allein schon die Brisanz. Eine halbe Stunde ist schon rum. Sabitzer mit der nächsten Flanke von der linken Seite, nachdem sich Mwene festgedribbelt hat. Aber auch die landet in den fangbereiten Händen von Vasilj, der noch nicht auf die Probe gestellt wurde.Â
27. | Ă–sterreich in Not. Wir wĂĽrden gerne mehr schildern, doch es gibt nichts. Vielleicht einen Steckpass von Baumgartner, der antizipierte aber den Laufweg von Arnautovic falsch. Oder einen Querpass in den Strafraum von Wimmer, der ist aber sehr ungenau gespielt und sichere Beute fĂĽr St.-Pauli-Keeper Vasilj. Der Druck ist dem Ă–FB-Team klar anzumerken.Â
24. | Ăśber 75 Prozent Ballbesitz also fĂĽr Ă–sterreich, aber erst zwei AbschlĂĽsse, das waren die beiden zaghaften Kopfbälle von Wimmer und Baumgartner in der Anfangsphase. DarĂĽber hinaus kam noch nichts. Und es gibt kaum nennenswerte Szenen. Ă–sterreich spielt sich wund, wird aber nicht gefährlich.Â
21. | Ăśber drei Viertel der Spielanteile liegen beim Ă–FB, das ist natĂĽrlich ungeheuer viel. Das Geschehen spielt voll in die Karten der Gäste. Mit Mann und Maus verteidigen und sich in alles reinschmeiĂźen, was da kommt. Und vorne auf den nächsten Moment des kaltschnäuzigen Dzeko oder so formstarken Tabakovic hoffen. Der trifft derzeit auch fĂĽr Gladbach in gefĂĽhlt jedem Spiel.Â
19. | Sein Team reagiert mit viel Ballbesitz, vielen Pässen, durchaus auch der nötigen Prise Schärfe in den Aktionen, der bosnische Abwehrriegel wird aber noch nicht geknackt. Die Gäste schaffen es, das Spiel fern vom eigenen Tor zu halten. Spätestens 40 Meter davor ist Schluss. Dann wird der Ball gewonnen und schnell lang nach vorne geschlagen. An dieses Muster sollten wir uns ab sofort gewöhnen.Â
17. | Rangnick steht mit tief in den Taschen vergrabenen Händen am Seitenrand und richtet sich die Brille. Nicht nur sein Team steht unter Druck, auch seine Zukunft steht auf dem Spiel, hat der FuĂźball-Professor seine Tätigkeit als Ă–FB-Coach doch unmittelbar mit der erfolgreichen WM-Qualifikation verknĂĽpft. Und dafĂĽr unter anderem sogar ein Engagement beim FC Bayern ausgeschlagen.Â
15. | Was fĂĽr ein dramatischer Start in dieses Spiel. Ă–sterreich kam besser rein, Bosnien-Herzegowina hat aber den ersten glĂĽcklichen Moment auf seiner Seite. Und das Stadion ist völlig angezĂĽndet. Auf jede Aktion beider Teams wird lautstark reagiert.Â
12. | Tooooor! Ă–sterreich - BOSNIEN-HERZEGOWINA 0:1. Die erste Ecke köpft Laimer zur zweiten weg. Und die sorgt fĂĽr Schockstarre beim Ă–FB: A. Schlager sieht bei seiner Faustabwehr unglĂĽcklich aus. Am Strafraumrand macht Memic den Ball scharf, schieĂźt einen fies verunglĂĽckten Aufsetzer direkt vors Tor. Tabakovic schaltet schnell, hält die Birne rein und drĂĽckt den Ball aus drei Metern ĂĽber die Linie.Â
11. | Dann verzeichnet auch Bosnien-Herzegowina den ersten VorstoĂź. Memic kann Laimer auf der linken Angriffsseite enteilen und spielt den Ball flach in den RĂĽckraum des Strafraums. Mit etwas Zufall rutscht der durch zu Bajraktarevic, der ihn 15 Meter vor dem Tor stoppt, schieĂźt. Der Schuss wird abgefälscht und es folgt die erste Ecke fĂĽr die Gäste.Â
10. | Die ersten zwei Strafraumaktionen können wir dann auch schnell notieren. Erst hat Wimmer Probleme, einen Kopfball aufs Tor zu drĂĽcken, Kollege Arnautovic und sein Gegenspieler stehen vor ihm im Sichtfeld und im Weg. Dann fälscht Sunjic eine Flanke von Mwene so ab, dass Baumgartner im Zentrum einlaufen und köpfen kann. Er will den Ball ĂĽber den Scheitel laufen lassen, das misslingt aber.Â
8. | Und damit dann auch endlich rein ins Spiel. In das das Ă–FB-Team engagiert und mit viel Zug nach vorne startet. Wer den Rangnick-FuĂźball in den vergangenen 30 Jahren verfolgt hat, sollte wissen, dass sein Team nicht auf ein 0:0 spielen wird. Ă–sterreich steht und presst hoch. Bosnien-Herzegowina ist mit viel Verteidigungsarbeit und Stress beschäftigt.Â
5. | Und da das Spiel zwar energisch und dynamisch, aber ohne konkrete Szenen beginnt, erlauben wir uns noch diese Geschichte: Bei Bosnien-Herzegowina feiert Karic von Sturm Graz heute sein NationalmannschaftsdebĂĽt. Der ist in Linz geboren und durchlief alle U-Nationalmannschaften Ă–sterreichs. Und hat erst vor wenigen Stunden die Spielfreigabe bekommen. Der Ă–FB musste noch seinen Segen geben. Nun also die Premiere im entscheidenden Qualifikationsspiel. Gegen das Team des Landes, in dem er seit seiner Geburt lebt.Â
3. | Österreichischer Heimvorteil in Wien im Entscheidungsspiel? Das ist mit Vorsicht zu genießen, schließlich sollten wir die Zehntausenden Bosnier nicht vergessen, die in der österreichischen Hauptstadt leben. Über 50.000 Fans sorgen für eine elektrisierende Atmosphäre. Es steht viel auf dem Spiel.
1. | Anpfiff von Schiedsrichter Joao Pinheiro aus Portugal!Â
vor Beginn | Bosnien-Herzegowina ist heute in der schlechteren Ausgangsposition, weil das Hinspiel zu Hause in Zenica mit 1:2 verloren ging. AuĂźerdem erlaubte sich das Team einen Punktverlust beim 2:2 Anfang Oktober auf Zypern. Ă–sterreich dagegen ist noch nicht fĂĽr die WM qualifiziert, weil es am 12. Oktober ein 0:1 in Rumänien gab, das noch teuer werden könnte, sollte das Ă–FB-Team heute dem Druck nicht standhalten und die Spitzenposition noch hergeben. So kommt es zu der spannenden Ausgangslage. Ein Finale par excellence, Verlängerung nicht möglich.Â
vor Beginn | FĂĽr das kleine Land vom Balkan geht es schlieĂźlich auch erst um die zweite WM-Teilnahme der noch jungen Verbandsgeschichte. Seit 1998 nimmt Bosnien-Herzegowina als eigenständiges Land am Qualifikationsbetrieb fĂĽr die FIFA-WM teil. 2014 gelang die Qualifikation fĂĽr die Endrunde in Brasilien. Damals wie heute am Ball: Der ewige Dzeko, der seine Nationalmannschaft auch mit 39 Jahren immer noch anfĂĽhrt.Â
vor Beginn | Mit der Ausgangslage sind Barbarez und sein Team aber durchaus zufrieden. Ein Finale im letzten Spiel gegen Ă–sterreich sei genau die Wunschvorstellung gewesen, als Bosnien-Herzegowina im März dieses Jahres mit zwei Siegen gegen Rumänien und Zypern in die WM-Qualifikation gestartet ist, so der ehemalige HSV-Profi.Â
vor Beginn | Wie das gelingt? Verlieren verboten, mehr gibt es aus österreichischer Sicht nicht zu beachten. Der Ball liegt bei Bosnien-Herzegowina, das im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion in Wien gewinnen muss, um die zwei Punkte RĂĽckstand in der Quali-Gruppe H wettzumachen, andernfalls fĂĽhrt der Weg in die USA, Mexiko und Kanada nur ĂĽber die Playoffs im März 2026. Die sind immerhin fĂĽr beide Teams schon gesichert.Â
vor Beginn | Und damit rein ins wichtigste Spiel der jĂĽngeren Vergangenheit im österreichischen FuĂźball! Nicht unsere Worte, sondern die von Ă–FB-Trainer Rangnick und Ă–FB-StĂĽrmer Arnautovic. Der renommierte Rekordnationalspieler und -schĂĽtze stand im Champions-League-Finale und hat nationale Meisterschaften gewonnen, trotzdem bezeichnete er im Vorfeld das Quali-Match heute gegen Bosnien-Herzegowina als relevanter denn je. Es geht um die erstmalige WM-Qualifikation der Alpenrepublik seit 28 Jahren.Â
vor Beginn | Bosnien-Herzegowina hat enorme Probleme mit der Farbe Gelb: Mit Dedic, Katic und Burnic handelten sich gleich drei Spieler beim 3:1-Erfolg gegen Rumänien eine Sperre ein, alle drei mĂĽssen von Trainer Barbarez in der Startelf ersetzt werden. Der langjährige Bundesligakicker macht das in Person von Karic, Tabakovic und Hadzikadunic. AuĂźerdem ist Sunjic fĂĽr Bazdar neu dabei. Macht vier Startelfveränderungen.Â
vor Beginn | So beginnt Bosnien-Herzegowina: Vasilj - Karic, Muharemovic, Malic, Memic - Tahirovic, Hadzikadunic, Bajraktarevic - Tabakovic, Dzeko, Sunjic.Â
vor Beginn | Gegen Zypern gewann Ă–sterreich am vergangenen Samstag souverän, ein Doppelpack von Arnautovic bescherte den ungefährdeten 2:0-Erfolg. Im Vergleich dazu wechselt Trainer Rangnick seine Startelf auf zwei Positionen aus: Posch und Schmid räumen ihren Platz fĂĽr Mwene und Wimmer. Alaba kehrt derweil zumindest in den Spieltagskader zurĂĽck.Â
vor Beginn | So spielt Ă–sterreich: A. Schlager - Laimer, Lienhart, Danso, Mwene - X. Schlager, Seiwald - Wimmer, Baumgartner, Sabitzer - Arnautovic.Â
vor Beginn | Herzlich willkommen zur WM-Qualifikation 2026 zur Begegnung zwischen Ă–sterreich und Bosnien-Herzegowina.